Europäische Predigerkonferenz 2006

Über 450 Teilnehmer konnten an der Eröffnung der Konferenz begrüsst werden. Die Teilnehmer kommen hauptsächlich aus den europäischen Ländern, unter anderem aus Deutschland, Frankreich, Belgien, Niederlande, Polen, Tschechei, Rumänien, Grossbritanien, Südafrika und weiteren Ländern.

Missionar Erlo Stegen

Wir überwinden weit

Römer 8,37

Das Wort „überwinden“ im Griech. bedeutet mehr als nur zu siegen. Paulus versucht zu beschreiben, was wir sind durch den, der uns geliebt hat. Gott hat uns nicht nur zu „Siegern“, sondern zu „Überwindern“ gemacht, Paulus spricht von „Über-Sieger“.

Aus dem Wort geht hervor, dass es Dinge gibt, die von uns besiegt werden müssen. Doch worüber sollen wir siegen? Paulus nennt in Kapitel 8 (Vers 35) „Trübsal“, im Urtext ein Wort, das „Bedrängnis“, „Bedrückung“ oder „Leiden“ bedeutet. Hier geht es um Tatsachen,  die uns in unserem Wesen erschüttern können. Wenn unsere Nachfolge Jesu echt ist, dann wird die Hölle reagieren, denn die Mächte der Finsternis sehen sich in Gefahr. Der Gottesmann Paulus schreibt davon „zerbrochen zu werden“, ein Zustand, den Gottesmänner kennen.

Im Weiteren ist von „Hunger“ die Rede. Womöglich ist hier mehr als nur ein leiblicher Hunger gemeint. Selbst wenn wir hungern müssen wollen wir als „Überwinder“ Jesus treu sein. Esau war ein Mann, der über seinen Hunger nicht siegen konnte und dadurch missachtete er seine Bestimmung als Erstgeborener. Nie hört man in der Bibel „Ich bin der Gott Esaus“, denn er verkaufte das Geistliche.

Paulus erwähnt „Blöße“, das kann ein Mangel an Kleidung bedeuten. Doch gleichzeitig kannst du entblößt werden durch Dinge, die über dich geredet werden. Alles wird von dir gerissen, Paulus kannte das. Oft werden Halbwahrheiten verbreitet um den Verkündiger bloßzustellen.

Auch „Tod“, „Leben“, „Engel“, „Gewalten in der Luft“, „Gegenwärtiges“, „Zukünftiges“, „Hohes“, „Tiefes“ – in all diesen Umständen sind wir mehr als Überwinder.

Offb. 6,2 – Hier sieht Johannes einen Mann, der eine Krone empfängt, er zog siegreich aus um zu siegen. Der hier beschriebene Held siegte. Paulus setzt vor das verwendete Wort noch den Zusatz „über“. Genau das können wir sein durch den, der auferstanden ist und für uns redet.

Dieser Siegesheld kann aus dir einen „Über-Sieger“ machen. Zu diesem Leben ist jeder von uns berufen. Wer das Leben nicht kennt, in das Gott uns beruft, der ist ein Prediger ohne Vollmacht. Diese Person wird zu einem Spott der Hölle. Das Leben als „Über-Sieger“ sollten wir in unseren Familie, Gemeinden und auf dem Missionsfeld kennen.

Am meisten wird mit der Zunge gesündigt, mit dieser Zunge wagen wir es auf der Kanzel zu stehen und das Evangelium zu predigen.

Gehörst du zu denen, die weit überwinden? Um diese Frage zu beantworten müssen wir wie ein offenes Buch vor Gott sein. Wenn wir dazu nicht bereit sind, wie sollen wir anderen dann das Evangelium weiter geben können?

Rev. Bill Bathman

Alles… - ausser der Kraft

Jeremia 2, 6 – 13

Zu Beginn des Kapitels erinnert Gott Sein Volk an ihre erste Liebe und zeigt auf, wie weit sie sich nun von Ihm entfernt haben.

Um das Zeugnis eines Gottesmannes  besser zu verstehen ist es nötig die Zeit zu kennen in der er wirkt. Jeremia lebte 40 Jahre bevor Juda in Gefangenschaft geführt wurde. Er warnte sein Volk schon damals, wurde aber nicht gehört. Alles ging abwärts im Land, das Volk passte sich der fremden Kultur an, trieb Götzendienst. Jeremia verspottet ihre Götzen.

Politisch entwickelte sich Ägypten in dieser Zeit zur Weltmacht. Gott hatte sein Volk aus Ägypten geführt, sie geliebt – und nun verlassen sie Gott, die Quelle, und wenden sich wieder den brüchigen Brunnen zu.

In Joh. 4, 11 sitzt eine Frau am Brunnen. Weil Jesus kein Gefäss bei sich hat zweifelt sie an seinen Möglichkeiten. Wie oft sehen wir nur die Probleme und trauen es Gott nicht zu, mit unseren Herausforderungen auch im 21. Jahrhundert fertig zu werden. Dabei ist es unsere Berufung zu zeigen wie unbegrenzt seine Möglichkeiten heute sind.

Das Volk Israel verlor den Glauben an Gott und schloss Kompromisse um sich sicherer zu fühlen. In Amerika und Europa nimmt das materialistische Denken so zu, dass das geistliche Leben davon gefangen wird. Wir versagen darin, Licht und Salz der Welt zu sein. Stattdessen beschäftigen wir uns mit „großen Fragen“ ohne die schleichenden Gefahren wahrzunehmen. Wir stehen in einem ewigen Krieg des Guten wider das Böse, in dem es keinen Waffenstillstand geben wird bis der König aller Könige wieder kommt.

Ausgerüstet mit allem – doch fehlt oft die Kraft. Dabei heisst es in Apg. 1,8 „Ihr werdet die Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist kommt.“ Aber die Kraft Menschen zu Jesus zu führen, von Sünde zu überführen, fehlt uns heute! Als eine Folge dieser Kraftlosigkeit versuchen wir die Welt zu imitieren und verwässern Gottes Wort. Sünder fühlen sich dann gut unterhalten, aber nicht mehr überführt.

Gott ruft Sein Volk zurück. Hier ist eine Welt, die sich zugrunde richtet, Millionen, die zur Hölle fahren und ein allmächtiger Gott, der seine Schulter unter diese Last schiebt und Leute sucht, die Ihm dabei helfen. Er sucht Pastoren, Evangelisten, die diese Last mit Ihm teilen.

In Luk. 3, 1&2  werden alle politischen, militärischen und religiösen Führer dieser Zeit genannt, aber das Wort Gottes erreichte Johannes. Johannes war ganz einfach der Mensch, dem Gott vertrauen konnte. Er führte furchtlos Gottes Auftrag aus, auch wenn es ihm den Kopf kostete. Wer ist bereit in Gottes Kraft mehr als Überwinder zu sein?

Prof. A. Vanbeckevort

Römer 11,16-22

Ich möchte unseren Blick auf die Wurzel des Ölbaums richten, die Paulus beschreibt (Hebr. 5,6-10). Im Betrachten des „Melchisedek“ verstehen wir besser, was diese Wurzel bedeutet. In seinem Namen sind die Begriffe „König“ und „Gerechtigkeit“ enthalten. Doch er ist nicht nur König und Hohepriester, sondern er ist auch Prophet. Als er Abraham begegnet, reicht er ihm Brot und Wein (Abendmahl). Heute ist Jesus zur Rechten des Vaters nach der Ordnung Melchisedeks.

Auch Mose und David waren König, Priester und Prophet. Gottes Wort nennt uns Gläubige „königliche Priesterschaft“. (Hesekiel 14,12-14) In diesem Abschnitt werden die Männer Noah, Daniel und Hiob erwähnt. Sie verkörpern königliche und priesterliche Aspekte in sich.

Noah – Ein Mann, der in einer pervertierten Zeit lebte (1. Mose 8,20). Er baute den ersten Altar und wurde so zum Priester. Im Bau der Arche handelte er prophetisch, bevor er die königliche Aufgabe erhielt einen Teil der Schöpfung zu bewahren. Diese Arbeit führte er unter dem Spott seiner Umgebung aus. Bist du bereit, unter Spott hart zu arbeiten?

Hiob – Er war sehr reich. Gleichzeitig opferte er täglich für seine Kinder (Priesterdienst), die es offensichtlich in die Welt zog. Im Buch Hiob wird auch das königliche und prophetische deutlich. Er litt, verlor seinen Besitz, Kinder, seine Gesundheit und seinen Ruf. Doch er hält durch.

Hiob trat später in Fürbitte für seine Freunde ein. Bist du bereit, in jeder Situation zu lieben?

Daniel – Er erreichte die 2. Position in Babylon (König), war ein Prophet und stand als Priester am Ende des Exils für sein Volk ein. Auch er war geprüft, als ein Mann des Gebets und konfrontiert uns mit der Frage: „Sind wir bereit in unserem Glauben bis zum Tod treu zu sein?“

Im Hebräerbrief wird „Melchisedek“ viel Beachtung geschenkt. Auch Jesus ist als Teil seiner Natur unser ewiger Hohepriester. Gott möchte in seinen Nachfolgern die königlichen, priesterlichen und prophetischen Eigenschaften offenbaren. Diese Natur soll in unseren Herzen gefunden werden.

Der Hohepriester steht in unmittelbarer Verbindung mit dem Heiligtum (2. Sam. 6). Wer diesen Text versteht, der kann keinem Wohlstandsevangelium mehr glauben (Hebr.9,4). Es geht um die Gegenwart der Bundeslade in uns, ihre Gegenstände sind ein Abbild dessen, was kommen wird.

Manna - steht für das persönliche Reden Gottes zu unseren Herzen. Denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein.

Der grünende Stab Aarons - Dieser Stab grünte in der Wüste. Kennst du Wüstenzeiten,  Zeiten, in denen wir berufen sind „mehr als Überwinder“ zu sein? (2.Petr.1,10+11) Wir sollen unsere Berufung festmachen, damit wir nicht zu Fall kommen. Als mir Vorwürfe gemacht wurden, nahm ich mir vor zu lieben und nicht in Argumentationen zu fallen. Ich kann bezeugen, dass dieser Entschluss den Stab Aarons in meinem Leben nur mehr grünen ließ.

Die Tafeln des Bundes  – (Jer. 31,31) Durch die Gnade Gottes werden die Heiden mit hineingenommen in das, was Gott seinem Volk vorbereitet hat. Sie werden eingepfropft in den reinen Ölbau. Gott will Sein Gesetz in unser Herz und unsere Gesinnung schreiben, je mehr wir Sein Gesetz in uns haben, desto stärker wird der Geist Jesu uns an Sein Wort erinnern.

(Eph.6) Viele, die dieses Kapitel kennen, vergessen, was Paulus in Vers 18 schreibt: Wir sollen in jeder Situation für einander beten und wachsam bleiben. Gott beruft nicht zu „Einzelkämpfern“, wir sollen für die Heiligen Gottes beten, dann erst ist die Waffenrüstung Gottes vollständig.

Wie Hiob, Noah und Daniel wirst du Teil der Rettungsaktion Gottes in deiner Zeit und Nation. (Psalm 110) Die Zeit wird kommen, in der die Menschen hören werden.

Florent Varak

Die Liste der Siege Jesu, von denen die Bibel berichtet, ist eindrucksvoll. (Kol.2,15) Sogar der Teufel wurde durch das Kreuz entmachtet und besiegt. (Röm.6,6) Auch unsere alte Natur ist gekreuzigt und durch den Heiligen Geist haben wir einen Tröster, der ewig bei uns bleibt.

Gethsemane bedeutet „Ölpresse“, es gab dort wohl einen angenehmen Geruch. Gerade dort kämpft Jesus den letzten Kampf vor der Kreuzigung (Verse 36-38). Die drei hier erwähnten Jünger stehen Jesus sehr nah, er braucht sie jetzt in dieser schweren Stunde. Traurigkeit und Angst sind hier zu spüren. Lukas berichtet, dass sich hier der Schweiß Jesu in Blutstropfen verwandelte. Jesus sah die Demütigungen und Gewalttaten gegen ihn voraus, nachdem Tausende ihn hören wollten, waren in dieser Stunde nur 3 Jünger mit ihm, die auch noch schliefen, Er war allein. Doch das schwerste Leiden bestand wohl in dem Wissen „gleich werde ich zur Sünde gemacht“ und somit den Kelch austrinken (2.Kor.5,21). In einem Augenblick wird der Zorn Gottes über ihn ausgeschüttet. In diesem schwierigsten Moment sucht Jesus die Gemeinschaft mit denen, die Ihm nahe stehen (Vers 39). Jesus wirft sich auf Sein Angesicht, eine Haltung, die den Jüngern bislang unbekannt war.

Dieser Text ist für mich das schönste Beispiel eines großartigen Sieges. Eines Sieges über die eigenen Emotionen, der in das Gebet gipfelt„Nicht mein, sondern Dein Wille geschehe“. Kannst Du so beten? Ich meine nicht das Gebet „Herr schenke mir einen Rolls Royce, doch nicht mein Wille geschehe“. Dieses Gebet ist nicht zu vergleichen mit dem, was Gott uns  aufbewahrt hat. (Vers 41) Jetzt kommt der Rat Jesu an seine Jünger, es ist der einzige Moment in dem Jesus eine menschliche Stütze gesucht hat – und genau dann schlafen die Jünger. Gerade jetzt sagt Jesus: „Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallet“. Was Jesus sagt, beschreibt ein kontinuierliches Wachen. Wir sind ermahnt zu wachen, weil wir nicht wissen, wann Jesus kommt. Eine Ermahnung, die im Neuen Testament immer wieder auftritt (1.Kor.16,13/Offb.16,15). Nach dem Bericht des Lukas wurde der Entschluss Jesu,  (Vers 42) der Trübsal nicht zu entfliehen, von einem Engel getröstet. Adam und Eva waren auch in einem Garten, beteten aber nicht „dein Wille geschehe“. Wir erkennen hier das Ausmass des Gehorsams Jesu (Vers 45+46). Jesus wurde nicht Römern, Juden oder Pilatus überliefert – er ist (wie in Psalm 2 beschrieben) den Sündern ausgeliefert. Gehorsam folgt er dem göttlichen Rettungsplan des Vaters.

Anwendungen: Erlebnisse des Sieges sind manchmal von starken Empfindungen begleitet, doch der Entschluss zum Gehorsam kommt vor der Emotion. Die Erfahrung des Sieges ist erleichtert, wenn geistliche Menschen einem zur Seite stehen. Auch wenn jeder alleine durch die Prüfung gehen muss. Gerade wenn man sich niedergeschlagen fühlt, ist es sehr gefährlich sich abzusondern. (1.Kor.10,13) Gott hat verheißen, keine Prüfung wird zu schwer für uns sein. Geht alles gut in unserem Leben, dann verlieren wir schnell die Abhängigkeit vom Herrn. Ich brauche deshalb das richtige Maß an Last, weshalb wir beten können: „Herr, nicht mein, aber dein Wille geschehe“.

Lasst uns in Wahrheit lernen dieses Gebet zu sprechen, um zu Siegern zu werden.

Missionar Friedel Stegen

Sieg in Christus

2.Kor.2,14

Durch den Sieg, den Gott uns schenkt, offenbart Er den Geruch Seiner Erkenntnis. Erst aus diesem Sieg wird deutlich, dass wir Gott erkannt haben. Zu Abraham sprach Gott: „Ich kenne Dich“. Kennen auch wir diese engste Gemeinschaft mit Jesus? Ich frage euch Prediger, können wir unseren Zuhörern diese Gewissheit als Speise geben, dass wir in Christus allezeit Sieg haben. Nur wo wir Sein Ebenbild tragen, werden Menschen, die uns begegnen, Gott sehen können. Mir ist bewusst, dass meinem Gott kein Opfer zu groß war um mich zu retten. Jetzt soll mein Leben dieses Zeugnis tragen, damit Christus Gestalt annimmt in mir, so wie Jesus gebetet hat: „Er in uns und wir in Ihm“. Jesus war ein Mann, der Mitgefühl hatte mit dem Volk, das um ihn war. Ist dir als Knecht Gottes dieses Empfinden vertraut? Berührt dich der Zustand der Jugend, die Situation zerbrochener Ehen oder bist du zufrieden mit der Situation, wie sie ist? Können wir jungen Menschen aus der Sucht nach Freundschaften, Sport und schönen Autos helfen, sie an den Punkt führen, dass Jesus den ersten Platz in ihrem Herzen einnimmt? Wir werden all diesen Menschen nicht helfen können, bis wir nicht bezeugen können: „Wir überwinden weit“.

Jesus selbst sagte seinen Hörern: „Alles, was die Schriftgelehrten euch sagen, das tut“. So können auch wir die richtige Lehre weitergeben. Aber Jesus fährt fort: „Doch tut nicht das, was sie selber leben“. Es ist doch unmöglich, dass ich vor meiner Gemeinde stehe und sie aufrufe, heilig dem Herrn zu leben, wenn ich nicht selbst ein heiliges Leben führe. Predigst du, was du lebst?

Petrus und Johannes bezeugten in ihren Predigten ganz schlicht von dem, was sie selbst gesehen und erlebt haben. Ich möchte nicht anderen predigen und selbst verwerflich werden.

Wenn andere in eine Familie oder an einen Ort kommen, in dem Überwinder leben, dann wird das die ganze Atmosphäre prägen. Genauso ist die Gemeinde, in der Gott gegenwärtig ist. Wer in diese Gemeinschaft tritt, der beugt gerne seine Knie vor dem lebendigen Gott.

Könige Hiskia rief in seiner Zeit die Priester zu sich und forderte sie auf sich zu heiligen. Wann haben wir Prediger uns zuletzt Zeit dafür genommen, unser eigenes Leben zu heiligen und unsere Sünden zu bekennen? (1.Joh.1,7)

Wir sind berufen, in einem neuen Leben zu wandeln. Welch ein Evangelium, das uns ausrufen lässt: „Herr Jesus, du bist Sieger!“

Pastor Gilbert Léonian

Sieben Schritte zum Sieg – Gideon, der treue Held Gottes

Richter 6, 1-6

Aus jedem einzelnen Christen möchte Gott einen Siegesheld machen. (Hebr.11,33) Aus denen, die Königreiche bezwungen haben, möchte ich unseren Blick auf einen Menschen richten. Er war ein Mensch wie wir, doch Gott machte aus ihm einen Streiter, Hirten und Leiter nach dem Herzen Gottes – Gideon.

Im Buch Richter erkennen wir, wie Gott mit seinem Volk handelt. Es war für Israel eine kriegerische Zeit, es herrschte sogar Chaos, denn jeder tat, was er für richtig hielt. Und immer wieder fiel Gottes Volk zunächst in Götzendienst und dann in Knechtschaft. Der auslösende Individualismus, die Sucht nach Macht – all das erleben wir auch heute in Europa.

1. - Mutig dem Feind in die Augen schauen.

2. - Gott sucht Menschen die er zu seinem Dienst zubereiten möchte.

3. - Gott bereitet den Einzelnen in der Familie, im eigenen Haus, zu.

4. - Gott bestimmt die Bedingungen zur Teilnahme an seinem Heer.

5. - Gott rüstet sein Heer aus.

6. - Gott führt uns zum Sieg und zeigt uns eine Strategie.

7. - Nach dem Sieg in Gott ruhen.

Israel war im Land in dem Milch und Honig fließen sollte. Josua hatte die Verheißung das kein Feind vor Israel bestehen wird. Sein Volk sollte nur nicht abweichen vom Wort Gottes. Im Licht des Textes, hat Gott die Wahrheit gesprochen? Warum erlebt Israel Niederlage – sein Volk tat Übel. Dann lieferte Gott sie den Midianitern aus. Wenn ich dem Feind die Tür öffne, dann bricht er herein (Vers 3+4). Wie viele geben ihr Leben zu Ausbreitung des Reiches Gottes und müssen dann bekennen, der Feind dringt ein und raubt die Ernte.(Vers 6) Erst wenn Gottes Volk in Busse zu Gott schreit ist Sieg möglich. Reinigung beginnt bei den Leitern des Volkes. Bevor Gott sein Volk befreit, handelt er mit Gideon persönlich. Das Gespräch von Gideon mit dem Engel des Herrn ist das Licht Gottes das in sein Leben dringt. Gideon versteckt sich, lebt in Niederlage, der Nostalgie der Vergangenheit und gibt vor „unfähig“ zu sein. Doch erst nach dem Bewusstsein seiner eigenen Unzulänglichkeit kann Gott ihn senden. (Vers23) Als Folge der Reinigung dieses Mannes erleben wir hier das Wunder des Heiligen Geistes – „Friede sei mit dir“. Wenn der Heilige Geist mich erfüllt ist mir bewusst, der Gott des Sieges ist mit mir.

Offenbar wird dieser Sieg zuerst in der eigenen Familie. Es war eine Zeit in der die Kinder ihren Eltern mit viel Respekt begegneten, der Vater war das Haupt der Familie. Doch Gideon tat was der Herr ihm gesagt hat. Gott brauchte ein Heer, das es bis dahin noch gar nicht gab. Es musste von Gideon zusammengerufen werden. So sollen wir Menschen in die Arbeit Gottes rufen. Anfangs sagten 32.000 Menschen zu, bis Gott die Bedingungen definiert – es bleiben 300 Mann übrig. Zielen wir also nicht darauf ab, dass große Menschenmengen uns unterstützen, denn die Kraft im Kampf liegt nicht in der Menge. Wichtiger sind Menschen mit der richtigen Gesinnung, Soldaten die in der Lage sind der Versuchung zu widerstehen, Prüfungen bestehen und Einheit bewahren. So wählte Jesus 12 Jünger.

Die richtige Wahl der Waffen. Den Listen Satans (Eph.6,11) können wir nur mit den Waffen Gottes widerstehen. (Richter7,15-18) Die von Gideon gewählten Waffen wirken lächerlich. Gott will mein natürliches Leben wie diese Krüge - wir müssen gebrochen werden. Erst dann ist der Feind zu besiegen. Die Posaune symbolisiert die Macht des Gebets. Die Fackel ist das Licht des Wortes Gottes.

Sieg haben bedeutet dem Feind zu widerstehen bis zum vollständigen Sieg (Richter8,28). Das gelingt nicht, wo Menschen in den Kampf treten ohne Ausdauer.

Wo Gott siegt schenkt, da fürchtet sich der Feind. Er ist erniedrigt, so hat Christus den Kopf der Schlange zertreten. So dürfen wir durch Christus mehr sein als Überwinder. Gideon ist sowohl das Bild eines geistlichen Leiters, und er ist ein Bild auf Christus.

Philip Bell

Worldview conflicts & the importance of Creation - Antworten aus Genesis

2. Kor. 10, 3-5

Es ist Gott, der am Herzen eines Menschen wirkt und es verändert durch den Heiligen Geist, aber dennoch fordert Paulus hier auf, die Menschen zu überzeugen, Argumente zu zerstören. Ein wichtiger Diskussionspunkt heute ist die Evolutionstheorie und es deshalb ist es gut, sich damit auseinanderzusetzen, Argumente für die Schöpfung zu haben. Von vielen wird die Bibel als wahres Wort Gottes abgelehnt. Und wenn wir daran glauben, ist es wichtig, von Anfang an alles zu glauben, nicht nur, dass sie Wort Gottes enthält, sondern dass sie Sein Wort ist. Wie könnten wir an die Jungfrauengeburt und die Auferstehung glauben, wenn wir an der Schöpfung zweifeln?

Weshalb zweifelt die Gesellschaft heute an der Bibel und an Gott?

  • Die Leute lassen sich von Gefühlen leiten, sie sehen mit den Gefühlen und hören mit den Augen.
  • Es herrscht eine Ablehnung, ein Unglaube gegen alles Absolute. Es gibt eine Umfrage unter Christen dazu und nur 50% von ihnen glauben an absolute Wahrheiten und Werte. Nur 14% von Jugendlichen, die in christlichen Familien aufgewachsen sind, glauben an Absolutes. Weshalb ist es so? Wir wissen, dass Gott allmächtig und unwandelbar ist und dennoch müssen wir uns fragen, was wir dagegen tun können.
  • Der christliche Unterricht (teaching) ist losgelöst von seinem historischen Fundament. Wenn das Fundament der Lehre falsch ist oder fehlt oder wenn in der Gemeinde Kompromisse geduldet werden, funktioniert die Erziehung nicht mehr.

Spr. 3,7 – Wenn wir von Gefühlen geleitet werden, wird subjektiv zwischen Recht und Unrecht unterschieden, wir sehen auf das, was unsere Umgebung tut und rechtfertigen so das eigene Handeln. Dabei missachten wir das Wort Gottes, die Wahrheit.

Spr. 30, 12 – Sexuelle Reinheit vor der Ehe – ja, aber das gilt für die damalige Zeit… Wenn du so denkst, glaubst du nicht an die Bibel als das Wort Gottes. Welche Gründe geben wir den Leuten dafür, dass wir glauben, dass Gott nur die Ehe zwischen Mann und Frau als Ehe eingesetzt hat?

Charles Darwin: „Ein Mensch, der nicht an einen persönlichen Gott, an Gericht und Belohnung glaubt, kann sich nur an seinen eigenen Impulsen und Instinkten orientieren und den stärksten – oder denen, die ihm an besten erscheinen – folgen.“

Darwin hatte keine wissenschaftliche Ausbildung, er studierte an einem Predigerseminar, wandte sich dann aber vom Wort Gottes ab. Und aufgrund seiner Lehre wurden Menschen nun jahrzehntelang in der Evolutionstheorie, dem Glauben, dass sich alles aus dem Nichts entwickelt hat.

Wir sehen heute die Folgen davon: Unzählige Jugendliche, die sich zerstümmeln, sogar umbringen. Selbstmord ist unter 16 -25 Jährigen in vielen europäischen Ländern die zweithäufigste Todesursache. Sie tun dies im Glauben, dass sie aus dem Nichts kommen und zu nichts werden.

Wenn wir aber glauben, dass Gott Adam geschaffen hat und wir seine Nachkommen sind, hat unser Leben eine Linie. Jes. 33,22. Die meisten Christen akzeptieren Gott als König und Erlöser, aber er ist auch Richter und Gesetzgeber.

Viele Christen glauben an eine Mischung von Evolutionstheorie und Schöpfung: Gott hat die Entwicklung ausgelöst und sich dann zurückgelehnt und

Wie können wir den Glauben an und das Vertrauen in die Bibel wieder herstellen?

  • Wir müssen überzeugt sein von dem, was Gott in der Schöpfung, in Seinem Wort sagt. Auch wenn wir einiges vielleicht nicht verstehen können, können wir trotzdem daran glauben. Jes. 66,2 – Wann haben wir zuletzt vor Gottes Wort gezittert? Egal, welchen wissenschaftlichen Hintergrund wir haben, wir müssen zu Seinem Wort kommen und uns davor beugen.

Und das Buch Genesis ist das Fundament des christlichen Glaubens. Gleichzeitig sind darin die 7-Tage-Woche,  Arbeit, Fluch, Jesus als der letzte Adam, das erste und zweite Kommen Jesu usw. begründet.

Abtreibung: Wenn es keine Autorität gibt, ist alles relativ, jeder entscheidet selbst für sich und so hatten wir im UK im Jahre 2003 rund 200´000 Abtreibungen. Wenn wir alle höher entwickelte Tiere wären, wäre das Töten dieses ungeborenen Säuglings dasselbe, wie das Töten von Katzen. Wir alle wissen, dass dies 2 verschiedene Dinge sind.

Ehe: Matth. 19,4&5 – Jesus weist die Pharisäer, die etwas über die Ehe wissen wollen, zurück auf den Ursprung der Ehe. Dort schuf Gott einen Mann und eine Frau. Mark. 10,6 – Dies war zu Beginn der Schöpfung – nicht erst nach vielen Jahren, gleich am Anfang schuf Gott die Menschen. Apg. 3,19-21 Petrus, Zacharias, Markus, Lukas, Jesus bezeugen, dass die Menschheit von Beginn der Schöpfung her existiert. Röm. 1,20 – Das alles zeigt uns, dass die Menschen gleich zu Beginn der Schöpfung geschaffen wurden.

Viele Christen glauben, dass zwischen dem ersten und zweiten Schöpfungstag viel Zeit vergangen ist. Gott macht die „Dauer“ des Wortes Tag in den ersten Versen von Genesis ganz deutlich: Es wurde Abend und Morgen – der erste Tag. Es handelt sich hier um einen 24stunden Tag.

Exodus 20,11 – Die Begründung unsere Arbeitswoche: Denn in 6 Tagen, hat der Herr Himmel und Erde (Kosmos) gemacht; es gibt nichts, was vor diesen 6 Tagen geschaffen worden ist. Wenn hier mit „Tag“ nun Tausende von Jahren gemeint wären, wären alle Schreiber des Neuen Testaments falsch, da sie sich auf 24h-Tage beziehen.

Viele glauben, dass Glaube und Wissenschaft sich widersprechen. Die Wissenschaft, die Hypothesen aufstellt und überprüft bringt viele Fortschritte in Technologie und Medizin, aber Spekulationen über nicht nachprüfbare, nicht mehr beobachtbare Tatsachen, nützen uns nichts.

Tod: Wer an die Evolution glaubt, glaubt, dass der Tod von Anfang an ein Teil der Erde, des Lebens war. Die Bibel aber macht klar, dass der Tod nur durch die Sünde in die Welt kam – und nie geplant war (Röm. 5,12). Gottes Urteil, „es ist sehr gut“, kann er nicht über einer sich entwickelnden, verbessernden Schöpfung aussprechen.

Wichtig ist das Fundament unseres Glaubens. Wir dürfen unser Christentum nicht auf die Evolutionstheorie aufbauen. In jedem Bereich unseres Lebens, auch in der Wissenschaft, soll die Bibel Grundlage und Richtschnur sein (1.Kor. 2,4 + 5).

Mehr Infos unter (englisch): www.AnswersInGenesis.org

Dr. Peter Hammond

Eine neue Reformation!

Richter 2,10-14 ; 3,1+2+4

Auch in Europa ist eine neue Generation herangewachsen, die ihre geistlichen Wurzeln nicht mehr kennt. Diese Tatsache nimmt ihnen die Widerstandskraft gegenüber einer drohenden Islamisierung. Säkularismus, Humanismus und Hedonismus haben Europa auf moralischem, geistlichem und ethischem Gebieten ausgehungert. Statt auf den Fels der biblischen Lehre zu bauen, baut die heutige Generation auf den Sand des Relativismus. Diese Situation hat viele Parallelen zum Europa vor der Reformation, denn wo Europa sich von christlichen Wurzeln trennt, trennt es sich zwangsläufig von seinen Segnungen wie Freiheit, Produktivität und Wohlstand. Europa lebt momentan von geliehenen Segnungen. Wir müssen aus der Geschichte lernen und die Zeichen unserer Zeit richtig verstehen. Der radikale und gewalttätige Islam erlebt heute eine seiner stärksten Ausbreitungen. Diese potentielle Gefahr wird von vielen europäischen Leitern unterschätzt.

Europa steht vor der islamischen Revolution: Die europäischen Frauen haben im Schnitt 1.5 Kinder, die moslemischen Frauen in Europa 6-8. Die Geschichte zeigt, dass die Zukunft denen gehört, die fruchtbar sind.

Viele Menschen neigen mit dem einen oder anderen Extrem auf diese Situation zu reagieren: Entweder sie sehen das Problem nicht oder sie sehen keine Hoffnung.

Unsere Antwort auf das Problem ist dieselbe wie damals, wir brauchen eine Reformation, die Europa zurückführt zur Bibel.

Wer das Christentum nicht annimmt, hat keine Kraft, anderen geistigen Strömungen zu widerstehen. Dies ist das aktuelle Problem, doch wie können wir in dieser Krise mehr als Überwinder sein? Wir müssen die Situation erkennen und Gottes Waffen gebrauchen: die Bibel, Evangelisation, die Macht des Gebets.

Das Evangelium hat die Macht, jeden zu retten. Leute zu Jesus zu führen, das ist unser Auftrag und der unserer Gemeinden. Das müssen wir frei von Menschenfurcht tun - Gott alleine fürchten und Ihn von ganzem Herzen lieben. Lasst uns deshalb arbeiten und beten für eine neue Reformation. Psalm 85,7: „Willst du uns denn nicht wieder erquicken, dass Dein Volk sich über Dich freuen kann?“

Ndaba Mazabane Präsident der World Evangelical Alliance

Die überwindende Familie: Ein göttliches Erbe in einer ungöttlichen Gesellschaft aufbauen

Sprüche 13,23

Die Kraft zum Überwinden kommt nicht aus uns, sondern von Gott. Ich möchte die Familie  als Ort betrachten, an dem wir überwinden. Ich glaube, dass es Gottes Absicht ist, dass Eltern einen bleibenden Eindruck in ihren Kindern hinterlassen. Wir haben die Verantwortung, die auf den Schultern zu tragen, denen wir vorstehen – insbesondere unsere Kinder. Gott hat dich dazu bestimmt, in einer lebendigen Kette des Glaubens zu stehen und die kommende Generation zu formen. Heute entfernen sich die meisten Kulturen immer mehr von Gott, doch wir müssen ihnen dienen, sie zu Gott zurückführen. Bsp: David diente dem Ziel Gottes in seiner Zeit.

Eine Umfrage von Barner zeigt auf, wie wenig Unterschiede es heute im alltäglichen Leben zwischen wiedergeborenen Christen und Ungläubigen gibt. Diese Tatsache ist äußerst traurig, die Gemeinde versagt darin, ihren Glauben auf überzeugende Weise auszuleben. Das Evangelium konfrontiert uns mit der Wahrheit und kann unser Leben verändern, aber ich bin besorgt, dass unser Leben nicht mit dem Glauben übereinstimmt, weil uns die Tiefe fehlt. Diese Jüngerschaft und Verwurzelung muss in der Familie beginnen. Sie ist das Herz der Gesellschaft. Bringen wir als Hirten die Lage der Familien in unserem Land, unserer Gemeinde vor Gott? Haben wir eine Botschaft für sie?

Wir müssen ein Erbe weitergeben, wie es in Sprüche 13,23 und Hebräer 10, 23-25 steht. Wir haben unser geistliches Leben nicht für uns selbst, sondern auch um es der kommenden Generation weiterzugeben. Es handelt sich hierbei auch nicht um die Erinnerung an ein einmaliges Ereignis, sondern es geht um einen lebenslangen Prozess.

Als Eltern müssen wir…

  • die Hoffnung, die wir in Gott haben, heilig halten und Ihm in Schwierigkeiten vertrauen
  • die Familie auf Gottes Treue aufbauen und Ihn von ganzem Herzen lieben
  • unseren Kindern Gottes Wort weitergeben (5. Mose 11,18&19)
  • die Familie an erste Stelle setzen
  • die Zeit, in der wir leben, erkennen und die Kinder darin führen

Wie können wir den Kindern zeigen, was Gott für sie vorbereitet hat? Lasst uns von den Adlern lernen:

  • sie bauen ihre Nester in der Höhe -> das Zuhause als sicherer Zufluchtsort für die Kinder
  • sie sind ihrem Partner lebenslang treu -> die gottgewollte Verbindlichkeit der Ehe
  • die Jungen erhalten Nahrung entsprechend ihrer Größe ->  jedes Kind braucht eine individuelle Erziehung

2. Kor. 2, 14&15 – Kein Platz verbreitet so stark eine Atmosphäre, ein Aroma, wie ein Zuhause. Wie entsteht ein wohlriechendes Aroma?

A = Affection (Zuneigung):

Berührungen zeigen den Kinder, dass wir sie lieben.

R = Respect (Respekt):

Kinder werden in der Bibel ermahnt, die Eltern zu respektieren. Die Eltern können sich den Respekt auch erarbeiten.

O = Order (Ordnungen):

Kinder brauchen Regeln und Regelmäßigkeiten.

M = Merriment (Heiterkeit, Freude):

Man soll in der Familie lachen, sich freuen können.

A = Affirmation (Bestätigung):

Die Zunge des Weisen bringt Heilung.

Missionar Erlo Stegen

Stehe Gott nicht im Weg, lasse ihn frei wirken in dir.

1. Korinther 15,58

Nach Cäsars Ermordung regierten Octavian (westliches Gebiet) und Markus Antonius (östliches Gebiet). Markus verliebte sich in die ägyptische Königin, Kleopatra. Obwohl er eine Frau hatte die ihm treu zur Seite stand. Es kam dann zum Krieg zwischen dem Heer von Octavian und dem Heer von Markus Antonius. Markus verfiel dem Alkohol obwohl er einmal ein guter Kriegsstratege war.

Es kam dann zu einer Seeschlacht, deren Verlauf Kleopatra von ihrem Schiff aus beobachtete. Sie erhielt die Nachricht, dass Schiff von Markus Antonius brennt und ihr Mann ist gefallen. Mitten im Gefecht sah das Markus, der daraufhin sein Schiff und Soldaten verliess. Dabei wollte ein Offizier in zurückhalten, und sagte ihm die Lage sei kritisch. „Deine Soldaten schauen auf zu dich und brauchen dich jetzt. Bleibe hier.“ Doch er hörte nicht und eilte zu Kleopatra. In Ägypten angekommen war er wie gelähmt. Wollte sie nicht mehr sehen und sprach mit keinem Menschen. Kleopatra warf sich vor ihm nieder und bat um Vergebung, „mir wurde berichtet du seist tot, wo sollte ich hin“. Er antwortete, „Du hast Recht, er ist gestorben“. Denn Markus Antonius ist gestorben als er vom Schlachtfeld floh. „Jetzt bittest Du mich um Vergebung, doch vor wem soll ich niederfallen?“. Als ich dich fliehen sah, war ich blind und sah mein Heer nicht mehr. Wie Recht hattest du als du mir einmal sagtest, „mache alles zu deinem Herrn, aber nicht deine Liebe“. Markus Antonius überlebte das nicht und begang später Selbstmord.

In einem lutherischen Lied heißt es, „dem am Kreuz ist meine Liebe“. Jesus selbst sagte, „wer mich nicht über alles liebt, ist meiner nicht wert“ und „wer seine Hand an den Pflug legt und schaut zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes“.

In der Verkündigung des Evangeliums geht es nicht darum unsere Hörer in unsere Kultur zu führen, wie sollen sie lehren alles zu halten was Christus befohlen hat. Sie sollen zu Menschen werden die „mehr als Überwinder sind“. Was uns anhängt und nicht „echt“ ist in uns, davon müssen wir uns bekehren. Das trifft auf Christen genauso zu wie auf Nichchristen.

Bevor die Erweckung begann musste ich mich fragen, „bin ich dazu bereit, dass Gott der Herr in mir ist“. Das ist nicht deine Tradition, Kultur oder Mentalität. Über 600-mal im Wort Gottes wird Gott „Herr“ genannt. Jesus stellt die Frage, „warum nennt ihr nicht „Herr“ und tut nicht was ich euch sage?“ Das Wort „Herr“ bedeutet, sein Wort ist ausschlaggebend und er alleine bestimmt den Weg und den Preis, keine Organisation darf diesen Platz einnehmen.

Wie schwer fällt es uns doch sich zu beugen. In einem deutschen Sprichwort heißt es, „des Menschen Wille ist sein Himmelreich“.  Doch diese Haltung lässt uns in der Hölle erwachen. Wer nicht beten kann, „nicht mein, sondern dein Wille geschehe“, der findet nicht in den Himmel. Erkennen wir nun weshalb es so viele Diener im Reich Gottes gibt die alleine sind. Es ist der Fluch unserer Zeit, wir verbreiten das Evangelium ohne Gott.

Auch unsere Motive im Dienst für Gott müssen heilig sein. Wenn Sündenbekenntnis geschieht, weil man auf bessere Positionen hofft, dann ist es nicht das gleiche wie bei dem der bekennt weil er vor Gott steht und, weiß ich habe gesündigt. (2.Chronik 7,14) Volk Gottes, ihr habt die Heilung eures Landes in euren Händen.

Wir erleben es zurzeit in Südafrika wie junge Menschen tausende mit dem Evangelium erreichen. Eine Jugendliche sagte mir, „hätten wir uns nicht bekehrt, Gott hätte das Blut dieser Menschen von unseren Händen gefordert“. Gott will wirken, doch er kann es erst wenn der Weg bereitet ist. Es ist unverständlich, der souveräne, allmächtige Gott wartet auch dich um ihm den Weg zu bereiten. Wie sollen wir die Nationen erreichen ohne eine geistgewirkte Erweckung? Durch das Wirken des Heiligen Geistes und die Hilfe Gottes sollte es uns nicht schwer fallen Menschen zu Jesus zu führen. Augen, Zunge, Füße, Hände – alles soll vom Heiligen Geist durchdrungen werden.