Europäische Predigerkonferenz 2010

An der diesjährigen Pfarrer- und Predigerkonferenz haben bis zu 400 Teilnehmer aus über 10 verschiedenen Ländern teilgenommen. Leider hat auch uns der Vulkanausbruch in Island einen Streich gespielt. So konnten, trotz intensiven Bemühungen, zwei bekannte Redner, einer aus Irland der andere aus den USA, leider nicht teilnehmen. Diesem Umstand wurde Rechnung getragen, in dem man die Konferenz zeitlich leicht kürzte. Dies hat aber der Qualität und dem Segen der Konferenz nicht Abbruch getan, laut spontanen Äusserungen vieler Teilnehmer.

Missionar Erlo Stegen

Text: Hiob 31,1 & Hiob 1,1 ­& 8



Hiob – ein Mann Gottes. Obwohl Hiob nicht wusste wieso und wozu er viele Prüfungen durchlitt, ist er Gott treu geblieben bis an sein Ende. Viele können hoffnungsvoll im Leben mit Gott beginnen, doch erst bei unserem letzten Atemzug werden wir sehen ob wir bis ans Ende treu waren. Hiob bewahrte seinen Stand und blieb fest, ohne sich vor Gott und Menschen zu versündigen. Die genannten Textstellen sind ein Zeugnis seines Lebens. In einem solchen Maß, dass Gott den Satan auf seinen Knecht Hiob aufmerksam machte. Hiob fürchtete Gott und mied das Böse.
Hiob unterscheidet 3 große Sünden, große Gefahren, die jeden Gottesmann und geistlichen Leiter zu Fall bringen können. Es waren Dinge die Hiob mied:

1.) Die Fleischeslust. 2.) Unaufrichtigkeit. 3.) Ehebruch.

In d. Hebräischen Sprache nannte man einen „Gläubigen“ einen der „gerade“ ist, auf den man sich verlassen konnte. Jemand stellte die Frage, ob Hiob seinen Prinzipien in der heutigen Zeit treu geblieben wäre. Die heutige Zeit ist von Pornographie vergiftet, egal ob in Zeitungen, Filmen, Bildern im Internet – alles ist von diesem Geist durchdrungen. In einem solchen Umfang, dass das Böse Teil unserer Kultur geworden ist. Ich bin der Überzeugung, dass Hiob auch in unserer Zeit sein Zeugnis bewahrt hätte, denn er hat einen Bund gemacht mit seinen Augen. Einen Bund wie ihn auch wir Verkündiger mit unseren Augen gemacht haben sollten.
Ein Prediger, der an den genannten Punkten Hiobs schuldig ist, der steht seiner Gemeinde auf dem Weg der Heiligung im Weg. Er wird ihr zu einem Hindernis. An den Predigern soll die Gemeinde erkennen wie wir Menschen in unserer Zeit leben können. Am Tag des Gerichts wird uns das heilige Wort Gottes, die Schrift, richten. Unsere Überzeugungen und Ansichten dagegen, die werden vergehen. Im Timotheusbrief heißt es: “Habe acht auf Dich selber und auf die, die Dich hören…“. Der Verkündiger soll zuerst auf sich achten und die Gemeinde führen wie der große Hirte es erwartet – rein und gottesfürchtig. Das Wohlergehen und das Gedeihen der Gemeinde hängen vom Leiter ab, der damit in einer großen Verantwortung vor Gott steht.
In der Offenbarung wird der Gemeindeleiter ein „Stern“ genannt. Kein Stern gleicht dem anderen, doch sie tragen die Verantwortung für alle Glieder der Gemeinde – für „schwache“ und für „starke“. Wir sollen den Schwachen schwach werden, uns beugen können und allen alles werden – „auf das ich sie alle gewinne“, sagt Paulus.
Hebr. 5,12 – „..die Milch nötig haben..“ Der Schwache braucht die richtige Speise, hier muss der Prediger achtsam und geduldig vorgehen und die richtige Speise austeilen – damit keiner verletzt und enttäuscht werde, sich vom Glauben abwendet.
Dem Prediger darf es nicht um sich selbst gehen – wie bei einem Diktator – es muss ihm um den Nächsten gehen. Dazu ist viel Geduld nötig. Jakobus 3,1 („Nicht jeder soll ein Lehrer werden, und wisset, dass wir ein stärkeres Urteil empfangen werden.“).
Möge Gott uns an diesem Tag die Gnade schenken, mit großer Freude und dankbarem Herzen vor Gott zu stehen und dankbar für das zu sein, was Gott durch uns schaffen konnte.

Zum Abschluss wurde das Erlebnis eines Predigers erzählt, der sich vor dem Richterstuhl Gottes sah. Auf die Fragen Gottes konnte Er nichts antworten. Er war nicht untadelig, rein und „gerade“ wie Hiob.

Rev. Dany Hameau

Text: Matth. 5,17-48

 

Gott hat die ganze Schöpfung durch das Wort geschaffen. Die Schlange äußerte gleich zu Beginn, „sollte Gott gesagt haben?“ – seit dem Beginn besteht der Kampf um die Autorität des Wortes Gottes. Für die säkulare Welt ist die Bibel eine Ansammlung von „Wahrheiten“ und „Unwahrheiten“. Selbst bekannte Theologen vertreten die Ansicht, dass die Bibel zwar das Wort Gottes enthalte aber nicht das Wort Gottes sei. Deshalb können Menschen aus diesem Wort herauslesen was sie möchten…
Wenn ein Mensch sagt, wie er zum Wort Gottes steht, dann lässt das gleich erkennen welche Haltung er zu Jesus Christus hat.

Jesus stellt die Verbindung zwischen dem Gesetz und dem Evangelium her (V. 17 – 20). Er stellt klar, dass es zwischen AT und NT keinen Bruch gibt. In diesem Text bekräftigt Jesus das Gesetz Gottes, er ehrt das Zeugnis des AT. Jesus kam nicht um das Gegenteil von dem zu behaupten, was Gott durch Mose offenbarte. Er kam zur Erfüllung.
Lukas 24,44 – zeigt die Dreiteilung der Schrift nach dem damaligen Verständnis: Gesetz, Propheten, Psalmen. Jesus selbst war die Erfüllung des alten Bundes, Er konnte sogar fragen: “Wer von Euch kann mich von einer Sünde überführen?“ Die Evangelisten stellen auf vielfache Weise Bezüge zu den Schriften des AT her. Jesus stellt z.B. in Johannes 3 eine bildliche Interpretation zum AT her indem er die erhöhte Schlange die Mose errichtete auf seinen Tod am Kreuz bezog.  


V. 18 – Die Fortdauer der Schrift. Wenn Jesus sagt, dass nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergeht, dann ehrt er damit das Gesetz. Er sagt gleichzeitig, wer an das Gesetz in der ganzen Konsequenz glaubt, der muss auch an dessen Erfüllung glauben. Man kann nicht an das Gesetz glauben ohne an Jesus zu glauben und umgekehrt. Genauso kann man auch nicht an die Bibel glauben ohne an die Gemeinde zu glauben. Diese Dinge sind eins.

 

Jesus erkannte, dass die Pharisäer stärker an ihre eigene Tradition glaubten als an die Schrift. Er betonte immer wieder, „habt ihr nicht gelesen …“ Jesus tritt als Garant für die historische Wahrheit des AT auf.

 

V. 19 – Die Relevanz der Schrift. Die Einstellung zum Wort wird hier mit einem Platz im Himmel in Verbindung gebracht. Im Kern stellt Jesus fest, kein Mensch kann glaubwürdig über das predigen was er nicht selbst im eigenen Leben umgesetzt hat. Von Esra heißt es  (Esra 7,10) – er forschte in der Schrift, er setzte sie um und er gab sie weiter. Die Visitenkarte des Christen ist nicht eine Ansammlung von Titeln sondern stellt sich daraus zusammen wie er das umsetzt was Gott ihm zeigte. Jesus widersteht dem Teufel mit dem Wort – genau das ist unsere Waffe wenn der Teufel fragt, „hat Gott das wirklich gesagt?“ Dann treten wir entgegen und sagen: “Ja, Gott hat gesagt.“

 

V. 20 – Die Schrift als Maßstab. Die Schrift ist wie die Schnur des Maurers. Es war ja die Aufgabe der Pharisäer das Gesetz auszulegen und in die Zeit zu übertragen. Sie haben es aber verkompliziert und aufgestockt um viele Regeln. Jesus sagt den Pharisäern, „ihr seid religiös, aber nicht geistlich“. Die härtesten Worte Jesu waren nicht an die Heiden gerichtet, sondern an Menschen die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt sind (z.B. in Matth. 23). Die eigene menschliche Gerechtigkeit kommt aus den Werken des Fleisches. Doch die Gerechtigkeit die vor Gott gilt kommt aus dem Werk Jesu das er für uns vollbracht hat. Der Selbstgerechte braucht deshalb keine Reue und Buße. Doch erst die Gnade erneuert uns und macht aus uns Kinder Gottes. Die Schrift möchte uns von Sünde überführen damit wir das Heil in Gott annehmen.

 

V.21-48 – Die Brillanz der Schrift. Jesus sagt in diesen Stellen nicht, Mose habe sich geirrt und jetzt käme mit ihm das Richtige. Jesus tadelt eine falsche Interpretation über die richtigen Gesetze des Mose. Er wählt hier 6 Beispiele an denen er die christliche Ethik nach dem Gesetz Gottes ist. Zuallererst richtet Jesus unseren Blick auf das Herz. Das wurde auch von den Propheten im AT schon erkannt (z.B. 1. Sam. 16,7). Die Gerechtigkeit Gottes erfordert auch eine Konsequenz im eigenen Leben z.B. in Bezug auf das was ich anschaue, anhöre usw.. Jesus sagt hier, sei bereit die Sünde an der Wurzel zu packen. Er bedient sich eines Beispiels aus der Chirurgie, wenn amputiert werden muss.
Wer dem Himmelreich angehört, der betrachtet die Ehe als unzertrennlich und hält sich rein. Das Vergeltungsgesetz wird für den, der dem Himmelreich angehört mit Feindesliebe ersetzt.

Im AT heißt es schon, „Ihr sollt heilig sein denn ich bin heilig“. Das ist die Basis des AT, jetzt ruft Jesus uns auf vollkommen zu sein wie der Vater im Himmel. Wir sollen als Kopien dem Original immer mehr ähneln.

Den Anspruch Gottes kann ich aus mir selber nicht erfüllen, doch Gott ermächtigt mich dazu.


1. Thess. 5,23-24: „Er aber der Gott des Friedens heilige Euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.

Rev. W.J.J Glashouwer

Thema: „Warum Israel?“

 

Manche Christen lieben das zukünftige Israel, manche das vergangene; doch wer stellt sich heute zu Israel? In Kirche und Theologie bleibt nicht viel Platz für Israel, wo gesagt wird, dass seit sie sich von Jesus abgewandt haben, wir Christen das auserwählte Volk sind - sie sind verloren. So verlief dann auch die Kirchengeschichte, s. folgende Bsp:

  • Kreuzfahrten: Oft wurden die Juden ausgeraubt und z.T. mit den Arabern zusammen verbrannt und getötet.
  • Viele Juden wurden auf Scheiterhaufen verbrannt v.a. in Südeuropa.
  • Auch Luther sprach sehr deutlich gegen die Juden, ihre Literatur und Tradition. Er verbot Juden zu helfen, ihnen Arbeit zu geben etc.
  • Der Pogrom der Orthodoxen Kirchen fand sehr häufig am Karfreitag statt um den Juden eine Lehre zu erteilen.
  • Die Nazis beriefen sich oft auf Luther – der allerdings das Töten von Juden nicht erlaubt hat.

In der Kirche gab es nur Zukunft für Juden, die sich bekehren, sich einer Kirche anschließen und dann ihr Judentum aufgaben.
Doch 1948 gab es einen neuen Start für Israel – nachdem die Kirche während fast 2000 Jahren sagte, Israel hätte ausgespielt. Nun die wichtige Frage für viele: Ist das von Gott gewollt? Teil seines Planes? Es gibt ca. 15 Mio. Juden weltweit, davon ca. 1% messianische Juden – in Israel selber ca. 5´000-10´000. Auf der anderen Seite gibt es sehr viele Juden, die nach allem Erlebten ihren Glauben an Gott gänzlich verloren haben.

Die ganzen Kämpfe des neuen Israel schienen chancenlos, doch sie haben den Sieg behalten. So konnte auch die Kirche eigentlich nicht verneinen, dass Gott damit etwas zu tun hat – obwohl sich die Juden im Prinzip nicht bekehrt haben. Was sagt Gottes Wort dazu?

Hosea 11,1: „Als Israel jung war, hatte ich ihn lieb und rief ihn, meinen Sohn, aus Ägypten.“ War der Sohn immer gehorsam? War die Kirche immer gehorsam? War ich immer gehorsam? Nein! Meine Eltern haben oft mit mir gesprochen, manchmal hart, und oft disziplinarische Maßnahmen ergriffen – doch sie haben mich nicht verworfen.

2. Mose 4,22 & 23: „So spricht der HERR: Israel ist mein erstgeborener Sohn…“

5. Mose 7,6: „Denn du bist ein heiliges Volk, dem Herrn, deinem Gott, denn dich hat Er erwählt aus allen Völkern, die auf Erden sind.“

4. Mose 23 & 24 – Bileam soll Israel verfluchen, doch er fragt: „Wie kann ich verfluchen, was Gott gesegnet hat?“ Er sagt, dass es die Völker der Welt gibt und Israel. Es wird nicht zu ihnen gezählt; und zwar nicht, weil es ein grosses Volk ist, sondern weil er sie geliebt hat. Er hat sie zum Instrument erwählt, weil er sich dadurch der Welt offenbaren will. Er gab Abraham, Isaak und Jakob einen Eid für 40 Generationen – d.h. für immer und Er kann sein Wort nicht brechen.

Jer. 31,35-37: Solange es das Universum, solange es Tag und Nacht gibt, wird Israel da sein. Er verwirft sie nicht einmal für das, was sie getan haben.

Ps. 105,7 ff. Hier sehen wir diesen ewigen Bund wieder. Ewig bedeutet nicht nur bis zum Tod Jesu.

Jes. 43,5-7 (8?): Wir konnten mit eigenen Augen sehen, wie viele nach Israel zurückgekehrt sind. Manche Theologen sind der Ansicht, dass sich dieses Wort schon mit der Rückkehr der Juden aus der babylonischen Gefangenschaft zw. 500 und 600 v. Chr. erfüllt hat, doch es muss sich auch um andere „Gefangenschaften“ handeln, da sie aus allen Richtungen zurückkommen werden. Wir haben mit unserer Organisation ca. 100´000 Juden aus der Ukraine bei der Rückkehr geholfen. Gott hat Israel ganz buchstäblich geschaffen – Abraham und Sara waren beide zu alt, doch Er hat den Nachkommen geschaffen.

Werden sie immer blind und taub bleiben? Nein, wir sehen auch schon die Erstlingsfrüchte vgl. Matth.16,16. Wie viele hören das Evangelium, lesen es, können es vielleicht verstehen; doch sie brauchen eine Offenbarung Gottes um es innerlich zu sehen, zu glauben.

Röm. 11,8 Oft wird den Juden vorgeworfen, dass sie nicht glauben, aber Gott hat ihnen Augen gegeben, die nicht sehen und Ohren, die nicht hören. Dazu Vers 25: Es ist ein Geheimnis, das wir nicht wirklich verstehen können. Warum aber teilweise? Weil wir schon einige Erstlingsfrüchte sehen, s. messianische Juden und zweitens, weil sie als Juden nicht ohne Gott leben. Im Gegensatz dazu waren wir vor unserer Bekehrung wirklich Heiden, Gottlose. Sie sind Feinde des Evangeliums, aber – laut Paulus – um unseret Willen. Und sie sind Geliebte Gottes um ihrer Väter willen.

Hes. 36,24 ff.  „…in euer Land bringen“, also nicht in das Land der Araber, Römer oder Griechen, sondern in ihre eigenes Land (nationale Wiederherstellung). Danach wird er sie reinigen und geistlich wieder herstellen.

Sach. 12,10 ff. Wenn das anfängt zu geschehen, ist es gut, als Jude in Jerusalem zu sein – ein Grund, weshalb wir ihnen dabei helfen. Hier wird die geistliche Wiederherstellung beschrieben.
Vgl. Josef, der sich in Ägypten seinen Brüdern zu erkennen gibt. Diese Zeit ist bald erfüllt, deshalb müssen wir heute unsere Haltung zu Israel ändern und die Evangelisation vorantreiben. Und deshalb ist es wichtig, dass wir als Christen, als Kirche mit allem Unreinen brechen, damit die anderen – auch die Juden – auf uns begründet „eifersüchtig“ werden.


Matth. 25: Er wird uns fragen, wie wir uns den Juden gegenüber verhalten haben.

Wir in Europa haben die Juden nicht geliebt und gut behandelt, nun schickt Gott andere Völker mit ihren Göttern, eines davon sind die Moslems.

Dr. Albu van Eeden

„Pornographie – das trojanische Pferd“

Das trojanische Pferd „Pornographie“ hat sich in unseren Ländern, Gemeinden und persönlichen Leben schon fest eingenistet. Doch das kann uns nicht davon abhalten im persönlichen Leben eine Antwort zu finden. Oswald Chambers erinnert uns, dass „biblische Reinheit“ kein Zustand ist, in dem wir geboren sind.

 

-> Pornographie wird heute verbreitet unter dem Argument der Redefreiheit.

 

Statistiken (2006, USA) zum Sexualverhalten von Jugendlichen und zum Verhalten von Christen in den USA zur Pornographie wurden vorgestellt - auch im Zusammenhang mit der Internetnutzung. Bis in das Sexualverhalten verheirateter Christen, die sich treu sind, hat die Pornographie mittlerweile Einfluß.

 

Das Internet hat zu einer Flut von Pornographienutzung geführt, verantwortlich dafür sind:

1.) Der ständige Zugang, bzw. Abrufbarkeit.

2.) Der Zugang zu den Seiten bleibt anonym, man muß sich nicht zu erkennen geben.

3.) Der Besuch dieser Seiten ist fast kostenlos und somit leicht erschwinglich.

 

Neue Techniken des Gehirnscannings können das Ausmaß emotionaler Veränderung im Gehirn eines Menschen in verschiedenen Abstufungen abbilden.
Wer Pornographie anschaut, der bleibt nicht nur ein Zuschauer, sondern nimmt sozusagen an dem Teil, was dort passiert. Diese Aussage lässt sich aus der Warnung vor einem altersbeschränkten Film in den USA entnehmen – eine Predigt an uns.

 

Man unterscheidet die Gehirnteile „Neocortex“ (für das Denken) und das „limbische System“ (für die Emotionen). Um normale menschliche Emotionen auszuleben ist die Nutzung beider Gehirnteile nötig.

Pornographische Bilder treten vom Auge direkt in das limbische System und werden dort so gespeichert, wie „echte, selbst erlebte Vorgänge“. Aus dieser Speicherung ist die Haftung pornographischer Eindrücke zu erklären. Dieser Prozeß findet in Millisekunden statt. Das Gedächtnis ist erreicht, bevor der Betrachter vernünftig entscheiden kann, ob er das möchte oder nicht.

Lust, Furcht, Hass, Ekel, Feindseligkeit und Zorn sind Emotionen, die durch Pornographie ausgelöst werden. Das geschieht oft unbewußt, sozusagen unter der Oberfläche unseres Bewusstseins.


Pornographiekonsum führt im Gehirn zur Produktion Botenstoffen wie Dopamin, ein Stoff der ähnlich wie Drogen wirkt und kurzfristig Glücksgefühle auslöst. In diesem Zusammenhang erklärt sich, dass – wie beim Drogenkonsum – eine immer stärkere Form von Pornographie nötig ist um den gleichen Befriedigungsgrad zu erreichen. Dies führt sehr oft zu Kinderpornografie und gewalttätigem Sex. Sexualität und Gewalt ist eine der gefährlichsten Kombinationen, die es gibt.

Süchte sind tödlich und führen letztendlich zum Tod.

 

Aus diesen Zusammenhängen muß uns bewusst sein: „Pornographie“ darf sich nicht auf das Recht der freien Rede zur Verbreitung berufen. Denn dazu muss das Gehirn die Realität wahrnehmen können und sein eigenes Verhalten überwachen und überprüfen können – doch beim Pornografiekonsum ist das nicht der Fall: Das Denken wird sozusagen ausgeschaltet und man funktioniert nur über Emotionen.

 

Auswirkungen von Pornographie auf Kinder:

 

Von der Gehirnentwicklung her werden Personen unter 25 Jahren als Kinder betrachtet. Im Leben von Kindern entwickelt sich das „limbische System“ viel schneller als der Neocortex“. Es spürt z.B. Gefahr, die von Hunden ausgeht, ohne sie ausdrücken zu können, freut sich an Eiscreme etc.
Wird ein Kind sexuell belästigt oder hat sich Pornographie angeschaut, dann führt das zu tiefer emotionaler Erinnerung. Kindern fehlt die Unterscheidung zwischen Phantasie und Realität. Sie übernehmen deshalb auch schnell Verhaltensweisen aus Filmen.
Diese Eindrücke lassen sich nur durch die Gnade Gottes aus dem Leben eines Kindes löschen.

 

Beispiele aus populären Filmen werden vorgestellt, in denen Sex zu gewalttätigen Handlungen im realen Leben führte.

 

Momentan herrscht eine große Bereitschaft, die Verbreitung von Kinderpornographie unter Strafe zu stellen - eine Stimmung, die vor wenigen Jahren noch nicht so ausgeprägt war.

 

Weitere Auswirkungen von Pornographie auf das Eheleben wurden vorgestellt. Wo Pornographie in eine Ehe eindringt, ersetzt der Wunsch nach ständiger sexueller Erregung die vertrauensvolle Liebe, die sich in einer gesunden Ehe entwickelt.
Weitere Auswirkungen auf das Glaubensleben eines jungen Menschen wurden genannt.

Amos 5,7: „Wehe denen, die ihr das Recht in Bitterkeit verkehrt und die Gerechtigkeit zu Boden stoßt.“ Die Gerechtigkeit zu Boden stoßen bedeutet eigentlich sie „fallen zu lassen“ und damit nicht mehr danach zu streben. Man verliert aus Furcht die Bemühung über Gerechtigkeit zu sprechen.
Das soll auf uns nicht zutreffen, lassen wir uns von Gottes Geist erwecken.

Missionar Erlo Stegen

Text: Hiob 31,1

Hiob machte einen Bund mit seinen Augen, das er nicht begehrlich auf eine Jungfrau blickte. Im hebr. Bedeutet das, „dass ich nicht meinen Blick ruhen lasse auf einem Mädchen“.

Das Wort „Bund“ kann auch übersetzt werden mit dem Begriff „Bindung“. Eine Bindung wird nicht ausgehandelt, sondern geboten. Hiob hat seinen Augen „geboten“.

Hiob hatte viele Feinde. So hat ein wahrer Mann Gottes immer auch mit großer Opposition zu tun. Wenn der Teufel schlafen kann während Du predigst, dann sind Dein Leben und Deine Predigt wohl auch tot.

Das hebr. Wort für „Bund schließen“ bedeutet „karat“. Damit ist eine absolute Handlung beschrieben (wird auch verwendet in 2. Mose 4,25).

Mark Twain sprach über das Problem mit dem Rauchen aufzuhören. Er selbst sagte von sich, „mit dem Rauchen habe ich schon tausendmal aufgehört, nichts ist leichter als das.“

 

Von dieser Art Bund spricht Hiob nicht. Er zieht einen anderen Schlussstrich

 

Jeremia 48,10 – „Verflucht ist, wer sein Schwert vom Blutvergießen zurückhält“. Das bezieht sich auf die Sünde und falsche menschliche Bindungen. Das erinnert uns an die Worte Jesu – „das böse Auge soll ausgerissen werden, die böse Hand soll abgehauen werden.“

 

Es ist nicht leicht mit alten Sünden zu brechen. Doch Hiob gebietet seinen Augen, sodass unreine Verhältnisse kein Platz bleibt. Wenn Dir etwas bewusst ist, dass vor Gott keinen Bestand hat, dann haue diese Sache vor Gott in Deinem Herzen jetzt ab. Erscheint Dir das zu schwierig oder schmerzhaft, dann denke daran – Es ist ein Gebot unseres Herrn. Das Wort Gottes ist schärfer als ein zweischneidiges Schwert. Egal ob es Filme in Deinem Haus sind oder ob Du in wilder Ehe lebst, trenne Dich.  

Die Gnade Gottes hilft uns dabei es zu schaffen – wir können vollkommen frei werden.

Gott führt uns nach seinem Willen. Doch wenn wir das nicht zulassen, dann folgen wir unseren eigenen Neigungen, Wünschen unserem eigenen Herzen, und meinen das sei Gott.

 

Hiob 31,7 – wir können abweichen vom richtigen Weg und das Herz folgt dann dem Blick der Augen. Wenn wir nur verstehen würden welchen Segen wir dadurch verlieren und wie wir unsere Zukunft dadurch verspielen. Bekannte Gottesmänner haben so ihr Zeugnis im Dienst für Gott verloren. Vergiss nicht, dass Du ein Gotteskind bist. Ein Kind des Allmächtigen und dass Jesus Dich mehr liebt als eine Mutter ihr Kind lieben kann.

Trenne Dich vom Bösen Auge, damit Du nicht im Verderben endest. Wenn dieser Bund nicht geschlossen und gehalten wird, so sagt Hiob in 31,10 werden andere Männer mit der Frau des Mannes Umgang haben.

 

David war ein gesegneter Mann nach dem Herzen Gottes – doch das böse Auge hat ihn zu Fall gebracht. Als eine Folge dieser Sünde, hatten seine Frauen Umgang mit anderen Männern – vor Davids Augen. David musste ernten, was er gesät hatte. David, hättest Du mit Batseba die Ehe gebrochen wenn Du gewusst hättest, was das in Deiner eigenen Familie anrichtet? Das sollte uns dahin führen, dass wir entschlossen mit der Gnade Gottes einen Bund machen mit unseren Augen der unser ganzes Leben lang gilt.

“Wen der Sohn frei macht, der ist recht frei“ (Joh. 8,36). Das kann Jesus aus uns machen in seiner Gnade. Egal mit welcher Last und Vorgeschichte Du zu ihm kommst.

Rev. Adrian Stan

Die Verfolgung - ein unbequemes Thema

Mal 3:16: „Aber die Gottesfürchtigen trösten sich untereinander: Der Herr merkt und hört es, und es wird vor ihm ein Gedenkbuch geschrieben für die, welche den Herrn fürchten und an seinen Namen gedenken.“

Viele Facetten prägten die Gemeinde in der vergangenen Zeit. Die einen legten die Betonung auf die Gnade, die andern auf die Anbetung. Aber ein Merkmal begleitete beide über die ganze Zeit: Es war und bleibt die Verfolgung.

Rund 50 Prozent der Christen leben in Ländern, in denen sie verfolgt oder an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Jährlich verlieren ca. 170'000 Christen ihr Leben um ihres Glaubens willen. Meist geht die Verfolgung von anderen Religionsgemeinschaften aus. Im dritten Jahrtausend ist die Religion der Menschenrechte der grosse Auslöser. Doch trotz der widrigen Umstände war das Leben der Christen durch Gottes Segen gekennzeichnet.

 

Es gibt den allgemeingültigen Rechtsgrundsatz, dass niemand ohne genügend Beweise von einem Gericht verurteilt werden kann. Bis zum Urteilsspruch gilt die Unschuldsvermutung. Dieser Grundsatz gilt vielerorts nicht für Christen. Aufgrund ihres Glaubens wird ihnen dieses Recht nicht zugestanden.

 

Im kommunistischen Rumänien war es nicht möglich eine Bibel zu bekommen. Es gab Menschen, die Bibeln ins Land schmuggelten. Sehr viele Bibeln kamen mit den internationalen Hilfslieferungen nach dem grossen Erdbeben um Bukarest in den 70er Jahren nach Rumänien. Es gab einige, die Bibeln verteilten und dafür ins Gefängnis kamen. Oft wurden sie von Nachbarn bei der Polizei denunziert.

 

Viele Christen wurden in den Gefängnissen durch die Geheimpolizei „Securitate“ gefoltert. Viele starben an den Folgen. Es gibt aber auch Beispiele, wo die Peiniger ihre Opfer später wieder aufsuchten und um Vergebung baten. Viele christliche Lieder, die heute noch gesungen werden, sind in der Verfolgung entstanden.

In jener Zeit verloren auch viele Christen durch vom Geheimdienst Securitate initiierte Unfälle ihr Leben. Mittäter, die solche Taten ans Licht brachten, standen später selbst auf der Todesliste der Geheimpolizei. Auch Intellektuelle wurden oft in psychiatrische Kliniken gesteckt (Adrian Stan selbst kam wegen seines Glaubens ins Gefängnis und musste in einem Steinbruch Zwangsarbeit leisten). Die Kinder von Gläubigen wurden ebenfalls nicht verschont und diskriminiert. Sie waren von einer höheren Schulbildung und guten Jobs ausgeschlossen.

 

Verfolgung gehört zur Gemeinde. Auch heute ist die Gemeinde in Europa bedroht. Die Verfassung ist in vielen Staaten säkularisiert und Gott hat keinen Platz mehr darin. So wurde in Schweden ein Pfarrer verurteilt, weil er angeblich Hassreden verbreitete, als er über Römer 1 sprach. Für seine Predigt gegen Homosexualität wurde er mit 30 Tagen Gefängnis bestraft. In Rumänien ist es heute aufgrund der geltenden EU-Gesetzgebung verboten in einem Kinderheim christliche Werte weiterzugeben. Die Erziehung darf nicht auf eine biblische Grundlage gestellt werden.

 

In 2. Timotheus 3:1 spricht Paulus von „gräulichen Zeiten in den letzten Tagen“. Das griechische Wort „chalepos“ wird ebenfalls für das mit „grimmig“ (Luther) beschriebene Verhalten der Besessenen in Matthäus 8:28 verwendet. Der Ausdruck beinhaltet einen hohen Grad der Besessenheit. Heute ist eine Zunahme von okkulten Einflüssen spürbar aufgrund der Abwendung unserer Gesellschaft von christlichen Werten.

 

Drei Krisen werden uns gegenwärtig und zukünftig herausfordern: eine ökonomische, eine demografische und eine Religionskrise. Durch die letzte Krise wird die Gemeinde eine Verfolgung erleben, da die Verkündigung des Evangeliums Widerstand hervorruft. Die folgenden Bibelstellen bedeuten Trost und Ermutigung für diese Zeit:

1. Petrus 4:16/19: Das Leiden als Christ ist keine Schande. Die Leidenden sollen ihre Seele Gott anvertrauen.

2. Tim 3:12: „Alle, die gottselig leben wollen …, müssen Verfolgung leiden.“

2. Kor 4:17: Die zeitliche Trübsal schafft eine ewige Herrlichkeit.

Die Aussicht der Gemeinde ist Verfolgung. In der Bergpredigt ist eine eigene Seligpreisung den Verfolgten gewidmet (Mat. 5:11). Doch Jesus verheisst uns seinen Beistand in diesen Umständen. Unsere Aufgabe bleibt der Dienst Jesu.

Prof. Emil Vanbeckevoort

Jüngerschaft in der Fülle

Johannes 7:38: „Wer an mich glaubt wie die Schrift sagt, aus dessen Leib werden Ströme lebendigen Wasser fliessen.“

Die Kirche sollte dynamisch sein und Jesus muss jedes Glied beleben können. Doch weshalb bezeugt die heutige Kirche dieses lebendige Wasser nicht? Bei Besuchen in Gemeinden über die ganze Welt war gut zu spüren, welcher Geist in den einzelnen Gemeinden vorherrschte. Wenn Fremdes in der Gemeinde herrscht, kann kein lebendiges Wasser fliessen. So eine Gemeinschaft ist wie ein Mannequin auf einer Modeschau. Aussen ist sie gut gekleidet aber innen leer: eine „prächtige“ Leere.

Vor einigen Monaten fand in der Elfenbeinküste eine christliche Konferenz statt, an welcher verschiedene Verantwortliche der Regierung teilnahmen. Das Thema war: Was sagt die Bibel zur politischen Situation? Die Präsidentengattin, die ebenfalls unter den Teilnehmenden war, stellte konsterniert fest, dass es für ihr Land keine Hoffnung mehr gebe, es sei denn, dass die Kirche erwache. Die Gemeinde Gottes soll ohne Flecken und ohne Runzeln sein. Sie kann nicht funktionieren, wenn sie sich nicht reinigt.

 

Was sind die Kennzeichen eines Jüngers?

1. Das Verlangen nach der Schrift. Sie ist unser tägliches Brot. Sie gibt Leitung und Waffen für schwierige Situationen. Beim Verlangen geht es nicht nur um ein Wissen für sich selbst, sondern um ein Verständnis, um seinen Dienst besser ausführen zu können. Doch das Allerwichtigste ist Jesus selbst.

2. Ein wahrer Jünger hat andere Standards.

3. Selbstdisziplin: Gott suchen durch Fasten, Beten und Stille. Dazu gehört auch die Bitte um Vergebung. Galater 5:22-23 zeigt, dass die Geistesfrüchte nur unter diesem Einfluss wachsen können.

4. Ein Jünger Jesu wird verachtet. Verfolgung ist die Begleiterscheinung eines christlichen Lebens. Widerstand wird stets aufkommen, wenn ein Christ seinem Herrn ernstlich folgt (2. Timotheus 3:12).

5. Ein wahrer Jünger sucht aktiv die Gemeinschaft mit andern.

6. Das innige Verlangen Jesu zu dienen und seine Stimme zu hören: „Meine Schafe hören meine Stimme.“ (Johannes 10:27)

7. Ein Festhalten an und Treubleiben in der Aufgabe

 

Die Fülle:

Römer 11:25-26: Die Fülle hat einen Aspekt der Qualität und einen Aspekt der Quantität. Die erwähnten Eigenschaften eines Jüngers sind die Basis, damit wir Jesus ähnlich werden können. Die Schrift zeigt uns Bilder der Fülle. In Hebräer 6 wird von der Ordnung Melchisedeks gesprochen. In 1. Mose 14 wird er als der König der Gerechtigkeit, als König von Salem, als Priester des Höchsten und als Prophet beschrieben.

In Hesekiel 14:14 wird Israel aufgefordert sich von den Götzen zu reinigen. Dabei werden drei Personen genannt, die Gott als „gerecht“ ansieht: Noah, Hiob und Daniel.

Noah baute den ersten Altar und er hatte einen prophetischen Auftrag mit dem Bau der Arche. Er sollte die Schöpfung Gottes bewahren. Er wurde aber auch verfolgt. Er kann als „priesterlicher Techniker“ angesehen werden. Das ist ein Aspekt der Fülle.

Hiob könnten wir als „königlichen. Geschäftsmann“ bezeichnen, denn sein Reichtum war königlich. Im Buch finden wir auch verschiedene prophetische Aussagen. Er war ein aufrichtiger und geradliniger Mann. Wie Josef für seine Brüder eintrat, betete Hiob für seine Freunde. Gott erhörte dies und auch dies ist ein Teil der Fülle.

Daniel war Vizekönig von Babylon und ein Prophet. Er hielt sich rein wie die Noah und Hiob und auch er erlebte Verfolgung. Die drei Personen sind ein Beispiel für uns. Wir sollten ebenso den prophetischen Aspekt beachten, nicht nur den priesterlichen und den königlichen.

Wenn wir leben wollen in der Fülle, wie Jesus sagt („Ich bin der Weg die Wahrheit das Leben“) öffnet dies uns ein andere Dimension.

 

Die Bedeutung der jüdischen Feste

Die jüdischen Feste sind eigentlich Gottes Feste. Sie haben eine Bedeutung und zeigen einen Aspekt der Fülle. Während der Gerstenernte war das Passahfest, das Shavuot (= Pfingsten) fand zur Zeit der Weizenernte statt und zur Zeit der Traubenernte wurde schliesslich das Fest der Trompeten (Jom Kippur = Versöhnungstag) sowie das Laubhüttenfest (Johannes 20:31) gefeiert.

Die Gerste steht für die erste Frucht, die Gerstenbrote durften nicht liegengelassen werden (Johannes 6:13). Die erste Ernte ist die Entrückung und ist mit den klugen Jungfrauen zu vergleichen. Bei der Gerste kommt die Worfelschaufel zum Einsatz. Die Spreu wird vom Kern getrennt.

Der Weizen entspricht den törichten Jungfrauen. Der Weizen wird beim Dreschen gepresst wie die törichten Jungfrauen, die ausgeschlossen werden: ein Bild der Trübsal.

Die Trauben schliesslich sind ein Bild für Israel, das in der dritten Ernte gepresst wird. Es bleibt nur ein Überrest (Rom 9:27), der schliesslich Jesus erkennen wird.

Missionar Erlo Stegen

Der Bund mit den Augen (Hiob 31:1)

 

Der Blick mit den körperlichen Augen auf ein Mädchen ist der erste Schritt in die falsche Richtung.

Einige Daten zur Pornographie: Sie hat sich seit 1960 entwickelt. 1968 entstand in den USA eine Bewegung, welche die ganze Welt mitriss. Die Porno-Industrie macht heute mehr Umsatz als die 10 grössten IT-Firmen der Welt (Google, Microsoft, Yahoo etc.). Laut einer Statistik für 2006 wurden ca. eine Mrd. pornographische DVDs verkauft. Gut 40% der Pfarrer und Prediger sind von Pornographie abhängig. Unter den Gemeindegliedern ist die Zahl wohl noch höher. Rund 30% der wiedergeborenen Christen finden den Konsum pornographischer Bilder akzeptabel. Viele Websites werben mit neuen Perspektiven für das Sexualleben. Auch unter den Frauen wächst der Pornokonsum.

Nach einem Predigerkongress mit 2000 Teilnehmern in einem Hotel wollte ein Prediger den Besitzer mit dem Evangelium erreichen. Dieser winkte ab mit der Begründung, dass über 800 Teilnehmer am Abend auf pornographische Filme zugegriffen hätten. Dies habe er über die Rezeption feststellen können.

In Südafrika kann ein Team der Mission wöchentlich über 100 Schulen mit dem Evangelium erreichen. Viele Schüler sind von Prostitution und Pornographie betroffen. Viele jungen Menschen werden mittels Drogen zu Sexdiensten gefügig gemacht. Durch die Not unter den Jugendlichen sind Lehrer und Verantwortliche offen für das Evangelium, welches die einzige Hoffnung für die jungen Menschen ist. Junge Christen ergreifen die Initiative und machen Vorstösse bei Parlaments- und Regierungsstellen, um Gegenmassnahmen zu entwickeln.

Doch es gibt eine noch grössere Gefahr: Die Bibel bezeichnet die Zunge als das gefährlichste Glied im Leib. Sie kann ein grosses Feuer entzünden und selbst von der Hölle entfacht sein (Jak. 3:6). Oft wird die Zunge als die Sünde der Frau bezeichnet und der Zorn als jene des Mannes. Zorn und Ärger schwächen das geistliche Leben des Mannes und er benötigt die befreiende Kraft des Kreuzes. Wenn ein Mann dazu noch schwatzhaft ist, hat er einen tiefen geistlichen Stand.

Es gibt Kreise, die lieber den Massstab Gottes tiefersetzen als die Wahrheit zu sagen. Prediger nehmen lieber Rücksicht auf die Befindlichkeiten ihrer Zuhörer als auf Gottes Wort. Sie fürchten sich vor den finanziellen Konsequenzen.

Einige weitere Punkte, die unsere geistigen Augen auf falsche Wege bringen können:

Gelübde: Wenn man ein Gelübde macht, muss man es halten. Ein Junge versprach Gott, dass er als Erwachsener das Evangelium verkündigen wolle. Der Vater jedoch hatte andere Pläne. Sein Junge sollte arbeiten und die Familie finanziell unterstützen. Er ging in die Grossstadt und geriet in den Einfluss einer Diebesbande. Die Bande benutzte sein Messer um Menschen zu töten. Er wurde gefasst und zum Tode verurteilt. Aus dem Gefängnis schrieb er und bat, man solle alle warnen, dass Versprechen, die man Gott gegeben hat, gehalten werden müssen.

Kleidung: Eine Frau soll sich nicht körperbetont kleiden. Sie kann dadurch ein Anstoss sein und sich selbst in Gefahr bringen. Ein Mann, der Frauenkleider anzieht, ist Gott ein Gräuel, so sagt es Gottes Wort. Im Timotheusbrief lesen wir, wie Gottes Sicht über einen Prediger, einen Ältesten, einen Mann oder eine Frau ist.

Seelsorge: Sie ist eine Vertrauenssache und diskret zu behandeln. Ohne Einverständnis des Betroffenen darf nicht mit Dritten darüber gesprochen werden. Wenn Männer ihren Frauen ihre Verfehlungen, im Speziellen eheliche Untreue beichten, besteht die Gefahr, dass sie dies nicht tragen kann und daran zerbricht. Es ist besser dies einem Seelsorger anzuvertrauen. Sollte ein Mann damit dennoch zur Frau gehen, soll sie dies als ernsthaftes, ehrliches Bemühen anerkennen. Der Mann legt sein Verfehlen offen. Aber es ist eine Gefahr und kann die Ehefrau überfordern.

Achthaben auf sich selbst und die Lehre (1. Tim 4:18): Im Paradies gab es zwei Bäume, von welchen Gott dem Menschen gebot nicht zu essen: den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse sowie den Baum des Lebens. Der Feind verführte den Menschen und zog ihn zum Wissen und zu der Erkenntnis, leider nicht zum Leben. Der Missionsbefehl besagt, man solle die Menschen zu halten lehren. Nicht die Wissensvermittlung, sondern Gehorsam steht im Vordergrund. Welchen Zustand haben wir als Prediger in unseren Familien? Es ist unsere Verantwortung, dass die Kinder nicht nur Wissen haben sondern es auch halten und leben. Abraham befolgte diesen Massstab und lehrte seine Kinder und sein ganzes Haus Gottes Gebote zu halten. Ist diese Autorität in unserem Leben vorhanden? Gott wird uns dafür zur Rechenschaft ziehen.

Hiob machte einen Bund mit seinen Augen und wachte darüber. Das Wachen kommt sogar noch vor dem Beten. Mögen wir als treue Arbeiter erfunden werden, denen der Herr eines Tages sagen kann: „getreuer Knecht, … gehe ein zu deines Herrn Freude!“ (Matthäus 25:23)