Europäische Predigerkonferenz 2014

Mit Dankbarkeit konnte die 7. europäische Pfarrer- und Predigerkonferenz 2014 eröffnet werden. Rund 400 Teilnehmer aus verschiedenen europäischen Ländern haben sich eingefunden um sich erneut ausrüsten zu lassen für den Dienst in GOTTES Werk.

Das Thema lautet: „Jesus - der Weg, die Wahrheit und das Leben“ nach Joh. 14, 6.

(Stichwortartige Kurzzusammenfassungen der verschiedenen Konferenzbeiträge. Präsentation entsprechend der Vortragsreihenfolge)

Missionar Erlo Stegen

Text: Johannes 14,6

Jesus sagte seinen Jüngern: „Es ist besser für Euch dass ich gehe – denn wenn ich nicht gehe dann wird der Tröster nicht kommen.
Wenn Jesus durch den Heiligen Geist zu uns redet, dann ändern sich Menschen und sie bringen Frucht der Umkehr. Aus dem Urtext übersetzt heißt es, der Heilige Geist bringt „das Beweismaterial“ unserer Schuld. Wir können dann unsere eigene Sünde weder verstecken noch uns rechtfertigen, sobald der Heilige Geist uns überführt. Wo Gott wirkt durch die Kraft des heiligen Geistes, da entsteht neues Leben.

Zu Beginn der Erweckung in Südafrika, 1966, kam als erste Person eine Hexe, die um Hilfe bat. Sie bezeichnete sich als gebunden und erkannte ihre Verlorenheit. Das Zeugnis ihrer Befreiung unter dem Wirken des Heiligen Geistes wurde wiedergegeben.

Sie dankte Jesus dafür, dass Er die Ketten der Hölle für sie zerbrochen hat.
Ich fuhr vorher tausende Kilometer als Prediger, um Menschen für das Evangelium zu gewinnen. Doch als der heilige Geist wirkte, da kamen Menschen unaufgefordert und baten um Befreiung.

2. Tim. 3 beschreibt das Leben, das wir vor der Erweckung kannten – dort heißt es, „in den letzten Tagen“. Das dort gebrauchte Wort „gräulich“ taucht zum zweiten Mal im NT auf in Matth. 8,28 (zwei Besessene kamen aus den Gräbern zu Jesus, die beiden Männer wurden beschrieben als „gräulich“). Prüfen wir unser eigenes Leben – ist dort „Gräuliches“ zu finden?

Joh. 7,38 – „wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fliessen.“ Ströme verwandeln eine Wüste in einen Garten. Fliessen diese Ströme lebendigen Wassers aus unserem Leben? Das geschieht nur dort, wo unser Leben auf die Schrift gegründet ist.
In Lukas 12,49 sagt Jesus: „Ich bin gekommen ein Feuer anzuzünden, was wollte ich lieber es brennete schon.“ Das bedeutet, dass wir Christen uns feurig untereinander lieben und Jesus mit brennenden Herzen bezeugen. Das war das Motiv seines Kommens. Wir sind berufen Zeugen zu sein bis an das Ende der Erde. Das können wir nur in der Kraft des Heiligen Geistes.
Märtyrer sein bedeutet, der Sünde bis aufs Blut widerstehen – lieber sterben, als zu sündigen. Diese Kraft schenkt uns der Heilige Geist. Sollten wir versagen, dann kennen wir wahre Reue und Buße zur Umkehr.
Die, die an Jesus glauben, sollen sich untereinander lieben und zum Segen sein – dann wird die Welt „glauben“. Diese Welt zu Jesus zu führen, dafür sollen wir leben.

Pastor Ulrich Rüss

Text: Johannes 14,6

An Jesus scheiden sich in Wahrheit die Geister. In Johannes 14,6 bekundet Jesus den Jüngern seine Sicht von sich selbst – daraus soll geschlossen werden, wie wir Jesus sehen sollen.
Jesus ist eins mit Gott.
Das Johannesevangelium betont die Einheit von Gott und Mensch in Jesus.
Jesus ist nicht „nur der adoptierte Gottessohn“ – Christus will als Gottes Sohn von uns angebetet sein.

Jesus kann das „ich“ Gottes für sich übernehmen, weil er eins ist mit Gott. Wenn Jesus „ich bin“ sagt, dann knüpft er an die Selbstoffenbarung Gottes im AT an. Es ist in göttlicher Autorität gesprochen.

Der Weg – Jesus verabschiedet sich von seinen Jüngern um sie im Himmelssaal Gottes wieder in Empfang nehmen zu können. Für die Jünger war der Weg mit Jesus, der Weg in seiner unmittelbaren Nachfolge. Jesus ist der einzige Weg aus der Welt des Todes und der Schuld in das Leben. Jesus ist Weg und Ziel in einer Person. Wer den Weg mit Jesus geht, der ist auch mit ihm am Ziel. Wir sind nicht fromm „damit“ … - ich bin fromm „weil“ Er mich liebt.
Jesus ist der Weg in der Selbsthingabe, er hat unsere Wege so in sich eingeschlossen, damit unsere Wege nicht im Tode enden.
Selbst auf Wegen, auf denen ich meinen Gott nicht begreife – da ist er mir näher als ich empfinde. Durch Dunkelheit zum Licht, durch Schuld zur Gnade, durch Tod zum Leben .


Die Wahrheit – Die Frage nach der Wahrheit wird heute weder in Ethik, Lehre, Religion oder Lebensform gestellt. Wir sprechen allenfalls von „Wahrheiten“, aber nicht von einer Wahrheit. Eine für alle Zeit verbindliche Wahrheit wird ausgeschlossen. Doch Gott hat einen Wahrheitsanspruch, der nicht relativ ist. Der Einzige der sagen kann, die Wahrheit in Person bin ich – das ist Gott. In der christlichen Wahrheitsfrage geht es immer auch um die Bedeutung der Person Jesu Christi als wahrer Gott und wahrer Mensch.
Jesus liebt den Sünder und hasst die Sünde – das ist alles, was uns Menschen kaputt macht. Deshalb kann uns nicht alles gleichgültig sein. Gleichgültigkeit ist letztlich die gröbste Form von Lieblosigkeit. Bei dieser Denkweise geht auch der Missionseifer verloren.
Pilatus fragte Jesus in seinem Verhör – was ist Wahrheit? Jesus antwortet: „Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme.“ Diese Wahrheit ist von Gott selbst vorgegeben und damit universell für alle Zeiten unveränderbar gültig. Nicht wir sollen uns der Zeit anpassen, sondern jede Zeit soll sich Christus anpassen. Gottes Motiv hinter all seinem Handeln ist die Wahrheit der Liebe. Liebe und Gnade erhalten uns in den schwersten Situationen unseres Lebens. Wir sollen deshalb nicht Träger einer lieblosen Wahrheit sein.

Das Leben – Gott ist Ursprung und Geber allen Lebens. Deshalb darf der Mensch nicht über das Leben verfügen. Weder über das Ungeborene noch über das zerbrechliche, alte Leben.

Glaube an Jesus und das ewige Leben gehören zusammen. „Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben.“ Im Glauben an Christus sind wir schon im Himmel, denn durch den Glauben habe ich Anteil am ewigen Leben Christi. Doch in unserer Wirklichkeit leben wir noch im hier & jetzt. Unser Glaube ist weiter, als das, was wir sehen und empfinden. Wir werden schauen, was wir jetzt glauben. Was Jesus sagt durch die „ich bin“ – Worte, das will er für Dich sein.

Pastor Reynald Kosycki

Text: Kolosser 2,6-15

Vers 6 – In Joh. 1 heisst es: Die Welt hat IHN nicht angenommen, doch der Gemeinde der Kolosser schreibt Paulus – Ihr habt IHN angenommen, als Herrn in eurem Leben. Bekehrung findet nicht statt, bis Christus als Retter und Herr über unser Leben angenommen wird .
Paulus gebraucht in diesem Text starke Ausdrücke – bspw. „verwurzelt“ sein. Das christliche Leben muß verwurzelt sein in Christus. Unser ganzes Leben soll auf seine Person gründen.

„Seht zu, dass euch niemand beraube“ – deutet an, dass wir von Gedanken gefangen genommen werden können – ohne es zu merken. Um uns wirken Kräfte, die uns rauben wollen, was Christus uns anvertraut hat. Hinter der Philosophie erkennt Paulus Kräfte, die uns knechten wollen. Auch Traditionen können vom Teufel so verwendet werden, dass sie uns das göttliche Leben rauben. Wenngleich Traditionen an verschiedenen Stellen der Bibel auch durchaus positiv erwähnt werden.

Paulus warnt ausdrücklich vor Philosophie, menschlicher Lehre und Grundsätzen der Welt – sie können eindrucksvoll klingen, doch wenn sie nicht in die Herrschaft Jesu über unser Leben führen, dann stehen sie in Konkurrenz zu Christus – unserem einzigen Mittler zu Gott. Christus ist das sichtbare Bild, das uns die Herrlichkeit Gottes erkennen lässt. Denn Paulus sagt, in IHM wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig.

Bezüglich der Lehre und verschiedenen anderen Aspekten unseres Glaubens haben wir in allem genug – solange wir Jesus haben. „Er ist das Haupt aller Fürstentümer und Obrigkeiten.“ Keine Macht oder System steht über Jesus. ER ist der Herrscher.

„Beschneidung“ ohne Hände – im 5. Buch Mose 32 ist von der Beschneidung des Herzens die Rede. Paulus bezieht sich darauf, die Beschneidung des Herzens vernichtet die Kraft der Sünde in unserem Wesen. Sie vereinigt uns im Sterben mit Jesus. In anderen Texten genannt als die Erneuerung. Gott entfernt und pflanzt neues Leben in uns hinein. In Christus, für diese Form der Erneuerung gibt es weder Mann noch Frau. Sie gilt allen Gläubigen.

In Christus sind wir beschnitten ohne Hände, wir sind vereint mit Gott, weil er uns vergibt und frei macht.

Prof. Pastor David Nicola

Text: 1. Sam 3, 1-10

Wenn GOTT spricht, so spricht ER nie Überflüssiges. Wir Menschen reden viel. Aber GOTT spricht immer mit einer Bestimmung und Absicht.

Wenn GOTT zu uns reden soll, müssen wir bereit sein, zu hören! GOTT hat Samuel dreimal gerufen, ohne ihm etwas zu sagen. Warum nicht? Weil Samuel noch nicht zubereitet war, zu gehorchen. Erst als der Prophet Eli Samuel unterwies, zu sagen: „Rede, dein Knecht hört.“, war dem Samuel klar, wenn er wieder gerufen würde, dann soll er hören und auch gehorchen.

GOTT ist ein lebendiger GOTT, der den Menschen etwas zu sagen hat, der dem Menschen etwas sagen will. Wir aber sind eher solche, die sagen: „HERR, höre, dein Knecht will reden.“ Doch es muss sein: „HERR, sprich, dein Knecht will hören.“

Als GOTT in der Genesis zu sprechen begann, kam Ordnung in das Durcheinander. Wir werden uns in der Gemeinde besser kennen lernen, indem wir miteinander reden. So muss GOTT zu uns reden können, dass wir IHN besser kennen lernen. Nicht jeder kennt GOTT gleich gut. Wir können immer wieder etwas lernen.

Ich möchte heute Nachmittag drei Stufen von Christsein ansprechen:

1. Stufe: Religiosität, ohne GOTT zu kennen.

In Rumänien sind 98% der Bevölkerung Christen. Religion ja, GOTT kennen nein.

Die Söhne Elis waren Priester, doch sie kannten GOTT nicht. Sie machten alles wie Priester, hatten das Gehalt wie Priester. Doch sie kannten GOTT nicht!

Diese Söhne Elis hatten die beste Religion, es war die Religion von GOTT geoffenbart. Doch hat sie das nicht gehindert, böse Buben zu sein. Warum? Sie kannten GOTT nicht.

Es gibt zwei kritische Punkte:
Menschen, die wissen, dass sie eine falsche Religion haben und es offen sagen. Sie bringen viele und grosse Opfer. Ehrlich und offen. Ihre Hauptrichtung ist total verkehrt. Aber sie sind ehrlich in dieser Verkehrtheit.

Es gibt aber auch diese Situation, dass du die beste Religion hast, aber selber darin als Heuchler, Lügner und Dieb lebst. GOTT hat nie gesagt: „Wehe, ihr Sünder!“, sondern: „Wehe, ihr Heuchler!“.

Aber GOTT kannte sie nicht und so kannten die Söhne Elis GOTT auch nicht.

Das ist leider oft in den Gemeinden unter uns der Fall. Wir haben uns an die Gemeinde, Lieder und Versammlungen gewöhnt, aber wir tun es ohne Herz. Glauben diese Menschen wirklich, oder glauben sie nur, dass sie glauben?

2. Stufe: Religiosität, die aus der Erziehung kommt.

Samuel, der Knabe, diente dem HERRN, aber Samuel kannte den HERRN noch nicht. Wie ist das möglich? Er war kein böser Bub, sondern ein ordentlicher, aber er kannte den HERRN noch nicht. Er wurde zu Hause recht erzogen.

Ich musste gehorchen und am Leben in der Gemeinde teilnehmen. Ich musste, ich wurde nicht gefragt. Und wenn ich nicht mehr wollte, dann war die Strafe nahe. So war ich auch religiös, aber ich kannte den HERRN nicht. Ich verliess die Kirche, sobald ich konnte, weil ich den HERRN nicht kannte.

Erziehung kann die Gotteserkenntnis nicht ersetzen! Es ist eines, vieles über GOTT zu wissen. Aber es ist etwas anderes, GOTT zu kennen.

 

3. Stufe: GOTT kennen

Wenn wir aber GOTT kennen lernen wollen, braucht es noch eine Stufe mehr. Samuel hatte viel von GOTT gehört, auch durch das, was Eli ihn gelehrt hatte. Aber eines Nachts hat der HERR ihn beim Namen gerufen. Von da an konnte Samuel sagen: „Ich kenne GOTT.“ Der persönliche Ruf GOTTES an einen Menschen ist der entscheidende Punkt.

GOTT ruft nicht irgendeinen! Wen ruft GOTT? Warum hat GOTT Samuel gerufen und nicht andere? Samuel war im Kleinen treu. Er tat die unscheinbaren Dinge treu und mit Sorgfalt. Er war mit seinem Herzen dabei. Dass GOTT zu mir reden kann, dass GOTT sich zu mir wendet, kommt nur, wenn wir das, was wir bereits von GOTT erhalten haben, treu verwalten und wertschätzen.

Wir wissen viel von GOTT, doch wir respektieren es nicht. Ich weiss, ich soll nicht lügen; aber warum lüge ich dennoch? Darum spricht GOTT nicht weiter. Wir sind nicht treu in dem, was wir von GOTT bereits erhalten haben. Nur dem, der im Kleinen treu ist, wird Grösseres anvertraut werden. Also die kleinen, nichtigen Sachen, wenn wir sie nicht treu tun, werden wir von GOTT nicht mehr anvertraut bekommen. Von Herzen tun, das ist das Grundlegendste.

Die Kinder Elis haben alles oberflächlich getan und sie haben gedacht, es sähe sie niemand. Niemand? GOTT hat es gesehen und hat es bewertet! Wie anders Samuel, er hat es mit Hingabe getan. Auch GOTT hat dies gesehen und bewertet! Oft sind wir dazu geneigt, nur das Minimum zu geben. Doch GOTT sieht es. Wir sollen das ganze Herz in seine Sache stecken.

GOTT braucht keine Minimalisten. GOTT sucht die, die mit ganzem Herzen dabei sind! Wie schätzt du das Licht, das du heute hast und wünschst du, dass GOTT noch weiter reden kann? Ohne dieses Sehnen, wirst du nichts mehr von GOTT bekommen. So geht einer in den Gottesdienst ohne das geringste Interesse. Es geht aber ein anderer in denselben Gottesdienst mit dem innigen Wunsch, für sich etwas von GOTT zu hören. Die blutflüssige Frau suchte mit innigstem Verlangen! Das hatte ihr geholfen. Viele Menschen haben Jesus gestossen und geschupst. Diese Frau aber hat mit innigstem Verlangen ihn angerührt.

Ist das dein Interesse, für dein geistliches Leben. Wenn du ein Verlangen hast, tust du aber auch das, was du weisst, dass du tun solltest? Wenn du vom HERRN erfasst bist, wirst du nie mehr den Wunsch haben, zurückzugehen.

Wie ruft der HERR?
Er ruft mich beim Namen! Es ist nicht der Prediger, der dich anspricht, nein, es ist GOTT, der zu dir redet. Dich hat GOTT bei deinem Namen gerufen. Er ruft uns immer persönlich.

Wie oft ruft der HERR denn?
Samuel hat er viermal gerufen. Aber GOTT ruft nicht jeden viermal. Im Hiob lesen wir, zwei- bis dreimal. Sicher ist aber, dass GOTT jeden Menschen mindestens einmal gerufen hat. Sieh mal, wie oft hat GOTT dich schon gerufen? Auch heute ruft der HERR uns beim Namen. Aber er ruft nicht unendlich.

Matthäus beim Zollamt. Hätte Matthäus gesagt, noch nicht, komme später. Ich denke, GOTT hätte ihn kein zweites Mal mehr gerufen. Den Ruf GOTTES dürfen wir nicht ablehnen noch hinausschieben.

Er ruft persönlich, aber durch sein Wort.
1. Sam. 3,21 Der HERR offenbarte sich Samuel durch sein Wort.

Hebr. 1,1: Vorzeiten hat GOTT auf verschiedene Arten geredet. Aber heute redet er durch seinen Sohn, der Mensch geworden ist und das WORT ist. Wir können GOTT nur kennen lernen durch Jesus Christus. Wenn wir wissen wollen, wie GOTT ist, müssen wir wissen, wie Jesus ist.

Prof. Dr. Armin Sierszyn

Text: Johannes 14,9

„Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen; Wie kannst du sagen: Zeige uns den Vater?“


Im Abschied, im Schmerz verstehen die Jünger noch nicht, dass letztlich die Verherrlichung Jesu naht. Die Abschiedsworte Jesu prägen sich in besonderer Weise ein. Da stellt Philippus die Frage: „Zeige uns den Vater!“. Philippus stellt die Frage, die in den Herzen vieler Menschen ruht und seit vielen Generationen immer wieder gestellt wurde – „Wo ist Gott?“
Die Spuren der Reformationszeugen liegen auf unserem Kontinent mittlerweile unter tiefem Schutt begraben. Vergangene Generationen wie Menschen unserer Zeit stellen die Frage – weshalb schweigt der allmächtige Gott zu soviel Not in dieser Welt? Die Frage nach Gott kann aus Unglaube oder aus einer tiefen Sehnsucht heraus gestellt werden (Psalm 42). Der vermeintlich verborgene Gott ist näher als vermutet. Denn Hunger und Durst nach Gott sind schon von Gottes Geist gewirkt.
Die Antwort unseres Herrn ist ein leiser Vorwurf – „Solange bin ich bei euch und du kennst mich nicht? Wer mich sieht, der sieht den Vater.“ Philippus erkannte Jesus erst später in ganzer Tiefe. Es ist immer eine Offenbarung Jesus in seiner Fülle erkennen zu dürfen.
Lesen wir Johannes 14, dann wird uns deutlich – auch die Jünger können das große Geheimnis Gottes nicht im Ansatz fassen. Jesus verspricht deshalb: „Der Tröster wird kommen, wenn ich von euch gegangen bin. Mein Vater wird ihn senden.“
Wir haben heute das ganze Wort Gottes und den Heiligen Geist – das ist mehr als Philippus damals gesehen hat.
Das Evangelium – wie das Leben selbst – hat Dimensionen die ein heranwachsender Glaube noch nicht kennt. Jesus ist auch Weihnachten, Passion, Karfreitag, Ostern, Himmelfahrt und das Pfingstfest. In der Wirklichkeit unseres Lebens liegt das alles aber in gewisser Weise ineinander. Jesus selbst durchlebte und durchkämpfte das Leben eines Menschen. Kampf, Passion, Rätsel und Leiden sind doch auch prägende Merkmale unseres Lebens. Im Hebr.brief heißt es auch, „welchen der Herr lieb hat, den züchtigt er“. Diese biblische Wahrheit ertragen wir Menschen nur im Licht des Evangeliums.
Wann sagt Jesus seinen Jüngern, „wer mich sieht, der sieht den Vater“? – Am Vorabend des Karfreitag. Einsamkeit und Todesnacht erwarten ihn. Der biblische allmächtige Gott teilt unsere Zerbrechlichkeit indem er sich zum Lamm macht, das der Welt Sünde trägt.
„…durch seine Wunden sind wir geheilt“ – da siehst du den Vater. Gott tut in seinem Erbarmen, was kein Mensch sich denken konnte. 1.Kor. 2,9 „…das Evangelium ist in keines Menschen Herz hervorgestiegen.“
Durch Jesus spricht Gott direkt zu uns, im NT wird Gott „Fleisch“, das mit uns leidet. Der Gesegnete wird zum Verfluchten und damit zu unserem Heil. In Christus, dem Lamm Gottes, wird Gott sichtbar. Wie Johannes der Täufer können wir in dieser Welt auf Jesus - den offenbar gewordenen Gott - hinweisen. Auch wenn wir Menschen verschieden sind, gibt es nur einen Weg zum Heil – denn Gott selbst hat diesen Weg eröffnet.

Drs. Bert P. Dorenbos

Bert P. Dorenbos berichtet über seinen persönlichen Ruf in die Lebensrechtsarbeit. Der ehemalige Bankmanager wurde vom Film „der stumme Schrei“ so angesprochen, dass er sich dem Lebensrecht ganz verpflichtet wusste. Gemeinsam mit seiner Frau gründete er die international tätige Organisation „Schrei für das Leben“.

Die Notwendigkeit Gottes Wort zu lesen und das Haus seines eigenen Herzens zu reinigen, das sind geistliche Voraussetzungen für eine geistlich gesegnete Arbeit.

Neh. 13,25 –Nehemia reinigte ganz konkret das Haus Gottes.

Aus Beispielen am Buch Nehemia zeigte Bert P. Dorenbos auf, wie in konkreten Schritten große Herausforderungen angegangen werden können.

Was wird Gott uns eines Tages sagen, wenn wir aus Bequemlichkeit gemieden haben, für das ungeborene Leben den Mund aufzumachen? Lebensrechtsarbeit führt zu Erweckung und erweckte Christen haben einen Blick für das Lebensrecht.

Pasteur Michel Texier

Text: Johannes 14,6 / Psalm 95

Glaubt an Gott und glaubt an mich! So beginnt Jesus dieses Kapitel und spricht zu dem engsten Jüngerkreis. Man ist geneigt zu meinen, diese Jünger glauben doch schon. In Johannes 12 verbindet Jesus seine Todesankündigung mit seiner Verherrlichung – das verwirrte die Jünger und betrübte sie. In Kapitel 13 wäscht der König den Seinen die Füße und tut den Sklavendienst. Im engsten Kreis sagt Jesus auch die Verleugnung durch Petrus voraus. Jesus ist der gute Hirte und zieht die Seinen in all dem nahe an sich heran. Doch in den Jüngern konnten Fragen aufbrechen wie: „Warum das Kreuz?“, „Weshalb sollen wir von Ihm getrennt sein?“ – Doch Jesus gibt eine andere Sicht auf die Lage.
Wir Pastoren sollen nicht unsere Sicht von Jesus verkündigen, sondern die Fülle Gottes in Christus darlegen. Denn diese Fülle kann uns Menschen erfüllen.
Vers 2 – In Jesus gehören wir zu einer Familie und ER selbst bereitet uns beim Vater eine Stätte vor.

Als Jesus sich als den „Weg“ vorstellte, gab es in der Zeit auch wieder einen Bezug zum Dienst eines Dieners. Der hatte nämlich die Reiseroute im Voraus abzulaufen und zu erkunden. Jetzt macht sich in Jesus unser König auf den Weg, um sicher zu sein, dass wir an das Ziel kommen.
Jesus hat uns gezeigt, welcher Weg in die Hölle und welcher Weg in das Heil führt – Er selbst ist der Weg des Heils. Als euer „Weg“ muss ich durch das Kreuz gehen und eure Sünden tragen und auferstehen – für euch Jünger.

Joh. 19,30 – „Es ist vollbracht“ – das konnte Jesus erst am Kreuz sagen.
Vers 4 – Nach drei Jahren „Bibelschule“ beim besten Lehrer kommen die Jünger an einen Punkt der Ratlosigkeit. Das geschieht im Glauben immer wieder, sind wir bereit uns in Frage zu stellen und „den Weg Gottes“ einzuschlagen?

Jeder Weg hat Anfang und Ziel (Ps. 51 schreibt David, „ich wurde in Sünde gezeugt“ – das natürliche Ende eines solchen Weges ist die Hölle). Die ersten Christen wurden als „die auf dem Weg“ bezeichnet. Es war klar, das Bekenntnis zu Christus lässt mich auf dem göttlichen Weg leben, der in den Himmel führt. Jesus kam.

Auch im Gesetz ist der Weg der Wahrheit bereits in Psalm 119 gerrühmt, doch dieser Weg konnte uns nicht das Leben bringen in das Jesus, unser Mittler, als der Weg führt. Er führt uns bis zum Vater. Hebr. 13,9 zeigt, dass es gut ist, im Glauben fest zu stehen durch die Gnade.

Arthur Roderick

Text: Joh. 14,6

Berühren des Unsichtbaren in der Erziehung.

Viele sichtbare Ordnungen im Leben des Volkes GOTTES sind Ebenbilder von unsichtbaren Wahrheiten.

Gerade diese sichtbaren Ordnungen, welche sind die Ehe, die Familie und die Gemeinde sind in grosser Bedrängnis, zerstört zu werden und gelten als Hauptziel des Angriffes Satans.

Ausbildung hat nicht nur zu tun mit Wissensvermittlung in Mathematik, der natürlichen Welt oder mit wissenschaftlichem Arbeiten. Ausbildung oder Erziehung hat vielmehr auch mit Charakterbildung, Lebensweisheit und mit Förderung des Glaubens zu tun.

Die rein weltliche Bildung ist ein Widerspruch für gläubige Christen, ja selbst für Anhänger fremder Religionen. Alles Unsichtbare ist wissenschaftlich nicht erklärbar.  Es kann nicht wissenschaftlich erklärbar sein, weil es durch die wissenschaftliche Begrenzung nicht wahrgenommen werden kann. Dennoch sind diese unsichtbaren Dingen eine Realität und eine unzweifelhafte Tatsache.

Es ist nicht nur unter gläubigen Wissenschaftler längstens eine Tatsache, sondern auch von vielen ungläubigen Wissenschaftlern anerkannt, dass die ganze Evolutionstheorie längst überholt und jeder Sinngebung entbehrt.


Bildung, Erziehung, welche politisch weltlich orientiert ist und dabei den Schöpfer und die moralischen wie ethischen Werte der Heiligen Schrift leugnet, ist eine untaugliche Vorbereitung für das wirkliche Leben.
Diese Art von Bildung lässt auch die Frage offen, in Bezug auf die Sündhaftigkeit des Menschen und bietet keine Lösung für die Folgen dieses menschlichen Wesens an.

Für Christen ist somit der Vers aus Johannes 14,6 die Zusammenfassung des Inhaltes und Zieles für die Ausbildung und Erziehung: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Dieser Vers ist die tiefsinnigste Aussage in Bezug auf Bildung und Erziehung, welche je gemacht wurde.

Die sichtbaren Strukturen reflektieren unsichtbare Wahrheiten.

Hebr. 9,24: Der irdische Tempel ist ein Abbild des himmlischen

Röm. 1,18: Die in der Schöpfung beobachtbaren Dinge.
z.B. Die Sonne als Lebensspenderin -> Jesus. Der Mond als der das Licht der Sonne Reflektierende -> Wir Christen. Die Sterne -> als die Prediger, und viele andere Dinge.

Wir sollen in der Bildung, Schulung oder Erziehung die uns anvertrauten Personen zu folgenden vier Punkte hinführen:

1. GOTT fürchten

2. Sünde lassen

3. Persönliches Reden GOTTES durch das Wort befolgen.

4. Jesus nachfolgen

Die Erziehung, Bildung liegt in erster Linie in der Verantwortung der Eltern.

Missionar Erlo Stegen

Text: 2. Chronik 7,13-15

Erlo Stegen dankte allen Rednern und Teilnehmern für ihr Kommen zu dieser Konferenz.


In diesem Wort erkennen wir eine große Verheißung und gleichzeitig eine große Verantwortung. Denken wir hierbei an den geistlichen Regen – dann erkennen wir eine große Zusage Gottes. Er will das Land heilen, wenn sein Volk sich demütigt.
Aaron trat als Versöhner zwischen das Volk Gottes und Gott, als die Rotte Korah in die Erde stürzte. Das ist auch unser Auftrag heute, doch das Volk, das die Begebenheit von Korah miterlebte, tat keine Busse.


2. Kor. 5,2 – „Wir sind Botschafter an Christi statt, lasst Euch versöhnen mit Gott“.
Markus 13,24 – „Sonne & Mond werden ihren Schein verlieren, die Sterne werden vom Himmel fallen“, geistlich gesprochen ist Jesus die Sonne. Er wird nicht mehr scheinen, wie er scheinen sollte.


Weil Gott Wunder tut, um uns herum – egal ob buchstäblich oder geistlich -, sollten wir alle uns tief demütigen und Busse tun.


Die Wunder um Jesu Tod – der Vorhang im Tempel zerriss – führten nicht dazu, dass der Mensch sich beugte. Sie nähten den Vorhang wieder zusammen. Weshalb wendet sich der Mensch nicht zu Gott?


Obwohl Jesus von den Toten auferstanden ist, bleibt das Herz vieler Menschen so verstockt und bekehrt sich nicht. Es war genau das Zeichen, dass der reiche Mann aus der Hölle für seine Brüder forderte und meinte, dann werden sie sich bekehren.
Wenn wir diesem Wort glauben, hängt die Heilung unseres Landes davon ab, ob wir bereit sind, uns zu demütigen. Gott will unsere Gebete nicht nur hören, ER will sie erhören.

Wir, die wir Gottes Wort hören, wir sollten uns von unseren verkehrten Wegen bekehren und sein Angesicht suchen. Trifft das auf Christen zu? Beugen und Busse tun, das fällt uns am schwersten.

Nach Kolosser 2,15 hat Jesus den Teufel am Kreuz entwaffnet. Paulus nimmt in diesem Vers Bezug auf die römische Tradition, besiegte Aufständische öffentlich zu demütigen. Der von Christus überwundene Teufel kann nur noch mächtig auftreten, wenn wir ihn neu mit Waffen ausstatten.

Der Ruf Jesu „Überwunden!“ gilt immer noch. Lebst du in diesem Sieg, den Jesus erkämpft hat oder bist du überwunden? Wäre es nicht wunderbar, wenn wir im Sieg Jesu lebten.

Gott hat versprochen, uns zu vergeben – Wenn du dich an deinen Mitmenschen versündigt hast, dann bringe auch dort in Ordnung, was zu ordnen ist.

Wir sind von Gott gerufen und gesandt – Es liegt an uns, was aus den Menschen um uns herum wird.